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Experte: Mag. Michael Mayrhofer
Aktualisiert am: 30.10.2006
Judo: Halten Sie sich fit!
Der japanische Kampfsport Judo ist für jeden geeignet, ob groß oder klein, ob dick oder dünn, ob Leistungs- oder Hobbysportler. Verbessern Sie nicht nur Ihre Technik, sondern machen Sie auch die entsprechenden Gürtelprüfungen. Für angehende Wettkämpfer gibt es zahlreiche Vereinsturniere und Meisterschaften.
Judo entwickelte sich aus dem Jujutsu. Der junge Jigoro Kano Shihan übte bei verschiedenen Meistern dieser Kampfkunst. 1882 erfand er aus den dort erlernten Techniken das moderne Judo. Er entfernte dabei alle gefährlichen Elemente, um Verletzungen vorzubeugen. Stöße, Schläge, Tritte und viele Hebeltechniken wurden gestrichen. Mit den heute bekannten Techniken ist ein sportlicher Zweikampf ohne großes Verletzungsrisiko möglich. "Judo" war geboren.
Was ist Judo?
Judo ("sanfter Weg") ist eine japanische Kampfsportart. Das Motto lautet: "Siegen durch Nachgeben!" Der Zweikampf steht im Vordergrund. Das Ziel: Durch eine angewandte Technik wird der Partner auf den Rücken geworfen. Gelingt das, ist der Kampf gewonnen. Dieser Sport ist nicht nur ein Weg der Leibesertüchtigung, sondern auch eine Philosophie der Persönlichkeitsentwicklung. Bestmöglicher Einsatz von Körper und Geist sowie das Helfen bzw. Verstehen zum beiderseitigen Fortschritt stehen dabei im Vordergrund. Auf zu Ihrem nächstgelegenen Judoverein.
Spezielle Kleidung: Judogi
Die Judoka tragen eine knöchellange weiße Baumwollhose (Zubon) und darüber eine halblange Jacke (Uwagi) aus Baumwolle. Diese wird durch einen farbigen Gürtel (Obi) zusammengehalten. Bei Wettkämpfen (2. Bundesliga und höher) trägt einer der beiden Kämpfer anstatt der weißen Ausrüstung einen blauen Judo-Gi. Am Anfang brauchen Sie jedoch keine große Ausrüstung. Für die ersten Trainingsstunden genügt ein Jogginganzug. Danach müssen Sie sich einen Judo-Anzug zulegen. Ein solcher "Judogi" ist bereits ab ca. 30 Euro erhältlich. Schuhe sind nicht erforderlich, da Judo barfuß betrieben wird.
Der Gürtel
An Hand der Gürtelfarbe können Sie den Ausbildungsgrad des Judokas erkennen. Die Prüfungen sind jedoch nicht Pflicht. Jeder Anfänger beginnt mit einem weißen Gürtel. Haben Sie bestimmte Techniken und Falltechniken erlernt, können Sie eine Prüfung vor einer Prüfungskommission ablegen. Dabei demonstrieren Sie mit einem Partner je nach Gürtelfarbe einfache bis schwierige Techniken und Falltechniken. Haben Sie die Prüfung bestanden, müssen Sie den entsprechenden Gürtel tragen.
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