Krav Maga – Selbstverteidigung für Frau und Mann

Fitnesstraining und Selbstverteidigung mit geringem Kraftaufwand in einem – so könnte man Krav Maga in aller Kürze beschreiben. Das Konzept, das diesem Selbstverteidigungs- und Nahkampfsystem zugrunde liegt ist hocheffektiv, wurde es nicht zuletzt eigentlich für Streitkräfte entwickelt.

Heute wird es allerdings nicht nur von Militär-, Spezial- und Polizeieinheiten angewendet, auch Privatpersonen auf der ganzen Welt können mittlerweile Krav-Maga-Techniken erlernen.

Die Vorteile liegen auf der Hand: Einerseits wird die körperliche Fitness abwechslungsreich trainiert, andererseits erfordert kaum ein Selbstverteidigungssystem so wenig Kraftaufwand bei gleichzeitig voller Wirkung. Somit kann jeder Krav Maga trainieren und anwenden, egal ob Frau oder Mann, Jung oder Alt.

 

Der Ursprung

Krav Maga bedeutet übersetzt „Kontaktkampf“ und wurde von dem 1910 in Budapest geborenen Imrich Lichtenfeld entwickelt. Dieser war einst Ringer und Boxer und verfügte dank seines Vaters, der Polizist war, auch über Kenntnisse von Jiu-Jitsu-Techniken. Daraus entwickelte er ein eigenes System, das Schlag-, Tritt-, Griff-, Hebel- und auch Bodenkampftechniken miteinschloss.

Krav Maga sieht sich selbst allerdings nicht als Kampfkunst, sondern setzt in erster Linie auf instinktive, natürliche Bewegungen und auch Reflexe, um die Techniken in Gefahrensituationen und unter Druck auch schnell abrufbar zu machen. Gleichzeitig geht es ausdrücklich nicht darum, einen Kampf zu suchen oder herauszufordern, sondern um Deeskalation, Konfliktlösung und den Schutz von Dritten.

Kommt es zu gefährlichen Situationen, in denen man sich gegen Aggressionen und Gewalt zur Wehr setzen muss, bieten die erlernten einfachen Techniken auch körperlich Schwächeren die Chance, diese unbeschadet zu überstehen oder so bald wie möglich verlassen zu können.

 

 

Selbstbewusst statt hilflos

Angst überwinden, die eigene Selbstsicherheit steigern, Selbstvertrauen und –bewusstsein (wieder)gewinnen – auch das sind Nebeneffekte von Selbstverteidigungstraining. Wer sich Situationen nicht hilflos ausgesetzt fühlt, fühlt sich direkt besser und stärker. Durch das Training lassen sich echte Gefahrensituationen auch realistischer einschätzen.

 

Der Fitnessfaktor

Abgesehen von der Sinnhaftigkeit hinsichtlich einer effektiven möglichen Selbstverteidigung ist es v. a. der Spaßfaktor am Fitnesstraining, der Krav Maga beliebt macht. Besonders in den USA wird Krav Maga als Fitness-Work-out verwendet, da es Kraftausdauer, Koordination, Balance und mentale Stärke schult.

Da Krav Maga meist in Form von Kursen für die unterschiedlichen Ausgangsniveaus angeboten wird und damit in verschiedene Level unterteilt ist, ist es für Anfänger genauso wie für Fortgeschrittene geeignet. Es gibt auch eigene Kinderkurse, um die Techniken kindgerecht zu vermitteln.

 

Werden Sie aktiv

Wer etwas für seine Fitness tun möchte und gleichzeitig auch das Bedürfnis hat, eine effektive Selbstverteidigungstechnik zu erlernen, die auch von körperlich nicht so starken Menschen angewendet werden kann, sieht sich am besten nach einem Krav-Maga-Zentrum in seiner Nähe um (Standorte von Zentren in Österreich siehe Links) und vereinbart einen Termin für eines der möglichen Schnuppertrainings. Nehmen Sie auch ruhig Freundinnen, Freunde oder Familienmitglieder mit. Gemeinsam macht es mehr Spaß und ermöglicht auch ein Üben und Wiederholen der erlernten Techniken zu Hause. 

 

Quellen