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Aktualisiert am: 27.08.2008
Ausrüstung und Spielregeln
Der Spielball ist heute aus Hartplastik, hat einen Durchmesser von bis zu 7,5 Zentimetern und ist meistens weiß. Gespielt wird er mit dem Hockeyschläger, der aus Holz oder Kunststoff sein kann. Er hat die Form einer Keule, ist auf einer Seite flach, auf der anderen abgerundet und darf einen maximalen Durchmesser von 5,1 Zentimeter haben. Idealerweise sollte der Schläger bis zum Bauchnabel des Spielers reichen, dann hat er die richtige Länge.
Zusätzlich braucht jeder Spieler Schienbeinschoner und einen Mundschutz, der ihn vor dem harten Ball und den Schlägern schützt. Noch besser ausstaffiert ist natürlich der Torwart, der ja schließlich die harten Schüsse abwehren muss. Neben dem vorschriftsmäßigen Helm mit Gitter (ähnlich wie beim Eishockey) empfiehlt es sich als Torwart auch die anderen Körperteile mit entsprechenden Schonern zu schützen. Übrigens tragen Damen beim Landhockey traditionell Röcke statt Hosen.
Das Spielfeld
Ein Hockeyfeld misst exakt 91,4 mal 55 Meter und ist durch Linien in vier Viertel unterteilt. Gespielt wird hauptsächlich auf Kunstrasen. Der Vorteil: Er ist wetterbeständig und liefert eine gleichmäßige Oberfläche, was für den Spielverlauf nicht unwesentlich ist. An jedem Ende des Hockeyfeldes steht jeweils ein 2,14 Meter hohes und 3,66 Meter breites Tor. 6,40 Meter von der Mitte des Tores entfernt befindet sich der Sieben-Meter-Punkt, von dem aus die Strafstöße geschossen werden. In einer Entfernung von 16,63 Meter markiert eine annähernd halbkreisförmige Linie um das Tor den Schusskreis. Im Abstand von fünf Metern von diesem Schusskreis ist noch ein gestrichelter Halbkreis eingezeichnet.
Die Regeln und Strafen
Beim Landhockey muss jeder Körperkontakt mit dem Gegner vermieden werden. Es darf weder gerempelt noch geschubst werden und auch eine Behinderung des Gegners mit dem Schläger wird sofort abgepfiffen. Gestattet ist höchstens der Versuch, dem Gegenspieler den Ball mit dem Schläger abzuluchsen. Der Schläger selbst sollte während des Spiels nicht höher als die eigene Schulter gehalten werde, da sonst andere Spieler leicht getroffen oder verletzt werden könnten.
Zwei Schiedsrichter kontrollieren den Ablauf des Spiels. Begeht ein Spieler einen groben Verstoß, kann er die Grüne Karte zur Verwarnung, die Gelbe für eine Zeitstrafe von fünf bis 20 Minuten und die Rote für den Platzverweis erhalten. Hat eine Mannschaft bereits drei Grüne Karten einkassiert, kann sie beim nächsten Verstoß nur noch die Gelbe oder Rote Karte bekommen. Zwei Gelbe Karten bedeuten wie im Fußball auch den endgültigen Spielausschluss. Bei vorsätzlichen Regelverstößen im Schusskreis gibt es Siebenmeter. Bei versehentlichen Regelverstößen innerhalb des Schusskreises oder bei schweren Vergehen im eigenen Viertel gibt es Strafecke. Ansonsten werden bei kleineren Vergehen im Rest des Feldes Freistöße erteilt. Eine lange Ecke erfolgt, wenn ein Verteidiger den Ball über die eigene Torauslinie geschossen hat.
Die Strafecke
Strafecken sind im Hockey traditionell die ertragreichste Quelle für Tore. Zu Beginn der Strafecke stellen sich vier Verteidiger sowie der Torwart hinter die Torauslinie neben oder ins Tor. Strafecken gibt es, wenn ein Spieler der verteidigenden Mannschaft den Ball absichtlich über die eigene Torlinie spielt, wenn er ein absichtliches Foul in der 23-Meter-Zone, aber außerhalb des Schusskreises begeht, wenn ihm ein unabsichtliches oder absichtliches Foul innerhalb des Schusskreises unterläuft oder wenn der Ball im eigenen Schusskreis blockiert wird. Eine Strafecke wird stets von der Torauslinie ausgeführt, der Abstand zum nächsten Torpfosten beträgt 9,98 Meter. Eine lange Ecke wird von außen hineingespielt. Bevor der Ball durch eine Strafecke ins Spiel gebracht wird, müssen sich alle Angreifer außerhalb des Schusskreises aufhalten.
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