Lust am Laufen

Laufen

Aktualisiert am: 15.10.2001

Die richtige Lauftechnik

Laufen ist kinderleicht - von wegen. Beim Laufen, dieser scheinbar selbstverständlichsten Sache der Welt, kann man viele Fehler machen.

Perfektes Laufen - das ist ein leichter, vollkommen fließender, automatischer, eleganter Bewegungsablauf:

  • Die Schritte sind flüssig und nicht zu groß (denn das kostet bloß unnötig Kraft und Energie).
  • Das Kinn bzw. den Kopf hochnehmen, die Augen schauen dabei geradeaus.
  • Der Oberkörper ist aufrecht und nur leicht nach vorne geneigt.
  • Die Schultern sind entspannt und ruhig, sie pendeln keinesfalls vor und zurück.
  • Das Becken ist leicht nach vorne gekippt.
  • Die Arme, nicht der Oberkörper, schwingen im Schultergelenk mit: zügig und parallel zum Körper (die Ellbogen dabei im rechten Winkel halten).
  • Die Hände bleiben locker (keine feste Faust machen).

So perfekt laufen allerdings die wenigsten. Die meisten haben nun mal ihren eigenen, eigenwilligen Stil. Es kann auch keine Norm geben. Der Laufstil ist bis zu einem gewissen Grad durch den Körperbau und die Struktur der Muskulatur vorgegeben. Oft ist ein verspannter Nacken oder Rücken Ursache für ungelenke Armführung. In so einem Fall ist gezieltes Stretching wichtig, um Verspannungen zu lösen.

Verbessern Sie Ihren Laufstil

Einen ganz neuen, lupenreinen Stil können Sie sich kaum mehr zulegen. Aber: Sie können Ihren Laufstil korrigieren, verbessern, optimieren und das sollten Sie auch tun. Hilfreich ist eine Video-Laufstilanalyse, z. B. bei einem Laufseminar. Denn wenn Sie stilistisch richtig laufen, haben Sie nicht nur mehr Spaß dabei, Sie laufen auch müheloser (und schneller) und Sie vermeiden vor allem Verletzungen.

Laufen ist für den Menschen die ursprünglichste Bewegungsform. Darauf sollten wir uns besinnen, wenn wir darüber nachdenken, wie wir unseren Laufstil verbessern können. Und außerdem: Wir kommen barfuß auf die Welt. Daran sollten wir uns orientieren, wenn wir unseren Laufstil optimieren wollen. Achten Sie mal darauf, wie der natürliche Bewegungsablauf ist, wenn Sie barfuß laufen.

Die richtige Schrittlänge

Vermeiden Sie allzu große Schritte. Wenn Sie glauben, Sie kämen schneller voran - zu kurz gedacht. Sie verpulvern nur unnötig Energie. Nein, es geht nicht um möglichst große, raumgreifende Schritte. Im Gegenteil: Bei vielen Läufern ist der Laufschritt zu lang. Sie vergeuden unnötig Energie, weil der Fuß zu weit vor dem Körperschwerpunkt aufsetzt und den Schwung abbremst, der gerade durch die Vorwärtsbewegung entsteht. Für jeden Schritt muss also unnötig Kraft fürs Abstoßen aufgebracht werden.

Die optimale Schrittlänge ist, wenn der Fuß knapp vor der Körperachse, also genau unter Ihrem Körperschwerpunkt, aufsetzt. Dafür ist ein gutes Gefühl für die Koordination wichtig. Das können Sie auf natürliche Weise im Gelände trainieren, wenn Sie gelegentlich im Wald oder querfeldein über Stock und Stein laufen. Da wird der Schritt auch automatisch kürzer. Die Schrittlänge hängt allerdings auch von den individuellen Hebelverhältnissen ab.


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