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Experte: Mag. Michael Mayrhofer

Aktualisiert am: 21.08.2006

Lauftipps

Das Kinn bzw. den Kopf hochnehmen, die Augen schauen dabei geradeaus. Denken Sie daran, dass der Kopf in der Regel die gesamte Körperhaltung beeinflusst. Starren Sie immer nur vor sich auf den Boden, so werden Sie keinen aufrechten Laufstil ausführen können.

Der Oberkörper sollte also aufrecht sein - als Gedankenhilfe können Sie sich vorstellen, dass Sie am Schopf in die Höhe gezogen werden. Somit haben Sie automatisch einen aufrechten Laufstil. Dadurch vermeiden Sie auch einen "sitzenden" Laufstil. Das Motto lautet also: selbstbewusst und aufrecht!

Die Schultern und das Gesicht sind entspannt und ruhig. Die Schultern sollten beim Mitschwingen der Arme ruhig bleiben und nicht mit der Bewegung der Arme mitschwingen. D.h. die Arme, nicht der Oberkörper, schwingen im Schultergelenk mit. Dabei sind die Arme in etwa im rechten Winkel im Ellbogengelenk gebeugt - die Betonung liegt dabei auf "in etwa" und sollte nur ein ungefähres Richtmaß darstellen.

Denken Sie daran, dass Sie auch mit den Armen laufen. Mit kräftigen, effektiven Armbewegungen können Sie die Arbeit der Beine erheblich unterstützen. Die Masse der Arme zieht einem, eine richtige Lauftechnik vorausgesetzt, im wahrsten Sinne des Wortes, in Laufrichtung vorwärts. Die Arme sollen also eine Hilfe beim Laufen sein, nicht bloß ein Anhängsel.

  • Beim Laufen sollten Sie auch darauf achten, dass Sie keine zu große vertikale als auch horizontale Bewegung durchführen. Damit ist gemeint, dass der Körper (bzw. Körperschwerpunkt) beim Laufen nicht nach links oder rechts hin und her pendelt, und auch keine zu große Hoch-Tief-Bewegung ausführen soll. Beides, ein zu starkes rechts und links Pendeln, als auch eine zu große Hoch-Tief-Bewegung, stellen einen unnötig längeren Weg beim Laufen dar. Der Vergleich mit einem Betrunkenen, der auf dem Heimweg in Schlangenlinien und nicht geradeaus (also der kürzesten Weg) sein Glück versucht, ist dabei sehr passend.
  • Bei der Atmung sollten Sie auf ein tiefes, vollständiges Ausatmen und Einatmen achten. Durch intensives Aus- und Einatmen vergrößern Sie die Vitalkapazität Ihrer Lunge, also die maximal nutzbare Luftmenge. Durch zu flaches Atmen (vorwiegend Brustatmung) verhindern Sie einen vollständigen Luftaustausch in Ihrer Lunge. Optimal versorgt wird Ihr Organismus nur durch eine Kombination von Brust- und Bauchatmung (Zwerchfellatmung).

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