Magnesium

© Fotolia/Christopher Nuzzaco
Autorin: Mag. Beatrix Aigner-Köfinger
Aktualisiert am: 27.07.2009
Extradosis für Sportler?
Für Personen mit einem "normalen" Magnesiumverbrauch ist keine Substitution erforderlich. Dazu zählt der Freizeit- wie der gemäßigte Hobbysportler. Eine ausgeglichene und vitale Ernährung deckt den Bedarf ohne Probleme ab. Bei Leistungssportlern kann es durch großen Schweißverlust zu einer suboptimalen Versorgung mit Magnesium kommen. Speziell Ausdauersportler sind von Magnesiummangel bedroht.
Speicher auffüllen
Häufige sportliche Belastung erhöht die Stoffwechselaktivität im Körper und führt zu großem Flüssigkeitsverlust über die Haut. Dabei werden auch wichtige Mineralstoffe wie Magnesium und Kalzium ausgeschieden. Bei einer Unterversorgung kommt es so zu einer verminderten sportlichen Leistungsfähigkeit und zu Muskelkrämpfen. Eine weitere Folge können auch Probleme bei der Regeneration nach intensiver Sportausübung sein. Über die Ernährung lässt sich dieser erhöhte Magnesiumbedarf oft nicht mehr abdecken. In dieser Situation ist eine zusätzliche Einnahme von Magnesiumpräparaten zu empfehlen. Die endgültige Entscheidung und die genaue Dosierung sollte aber unbedingt mit einem Arzt abgeklärt werden, nachdem ein detailliertes Blutbild erstellt wurde.
Wenig Sinn hingegen machen Magnesiumpillen, die kurz vor der Belastung eingenommen wird. Die eine Banane vor dem Sport macht es also nicht aus - schon eher eine gesunde Ernährung über einen langen Zeitraum hinweg. Bei Symptomen, die bereits auf einen starken Magnesiummangel hindeuten, sollte auf jeden Fall eine Abklärung durch einen Arzt erfolgen. Bestätigt sich der Verdacht, ist die Gabe von Magnesium über mehrere Monate angebracht.
Richtige Einnahme
Magnesium sollte über den Tag verteilt aufgenommen werden. Am besten sind Präparate, bei denen mehrere Tabletten die Tagesdosis ergeben. Auch Pulver oder Brausetabletten lassen sich einfach dosieren und über mehrere Stunden verteilt trinken. Da Magnesium erst im Dünndarm aufgenommen wird, spielt die Form der Aufnahme keine Rolle - Pulver, Kapsel oder Tablette sind gleich effektiv. Einen Unterschied macht sehr wohl, ob das Magnesium mit organischen Verbindungen (Endung auf -spartat, -orotat oder -citrat) oder anorganischen (-carbonat, -oxid) aufgenommen wird. Für Magnesiumcitrat spricht, dass zusätzlich auch der Säure-Basen-Haushalt reguliert wird.
Da gleichzeitig mit dem Magnesiummangel auch der Kaliumspiegel sinkt, sind Kombiprodukte zu empfehlen. Die gleichzeitige Einnahme von Magnesium und Kalzium ist kein Problem, wenn es nicht hochdosiert eingenommen wird. Bei der Einnahme von Eisen sollte hingegen unbedingt ein zeitlicher Abstand von mindestens zwei Stunden eingehalten werden.
Überdosierung
Ein Risiko, durch zu viele magensiumhältige Nahrungsmittel oder Getränke eine Überdosierung herbeizuführen, besteht praktisch nicht. Überschüssig aufgenommenes Magnesium wird in erster Linie über die Nieren ausgeschieden.
Zusätzlich zu der in der Nahrung enthaltenen Magnesiummenge pro Tag werden 350 mg pro Tag als unbedenklich gehalten. Werden aber Tabletten oder Pulver in deutlich zu großer Menge eingenommen, kann es zu Durchfall, Magenkrämpfen, im Extremfall sogar zu Lähmungserscheinungen kommen.
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