Medizinisches Fitnesstraining

Aktualisiert am: 01.08.2011

Medical Fitness – Gesundheitssport ist hip

War Rehabilitationsgymnastik bisher eher etwas für Ältere und Kranke, sind jetzt die Fitnessstudios auf den Geschmack gekommen: Medical Fitness heißt der neue Trend, der Reha-Übungen mit klassischem Workout kombiniert. Der Vorteil: Die Gelenke werden nicht belastet, sondern vielmehr gepflegt. Ein nachhaltiges Fitnessprogramm also für die Gesundheit.

Autorin: Rosi Dorudi

Immer mehr Gesunde finden Gefallen an Übungen aus der Reha. Sie  sind schonend und effizient, gleichen Bewegungsfehler aus,  straffen den Körper und kräftigen nicht zuletzt Herz, Kreislauf und die Lungen. Weiterer Pluspunkt: Viele der Übungen aus der Rehabilitationsgymnastik trainieren die tiefer liegende Muskulatur, an die man bei gängigen Sportarten nicht unbedingt rankommt.

Vorbeugen durch Sport

Kraft, Ausdauer, Balance, Beweglichkeit und Körperwahrnehmung – die fünf elementaren Bereiche des Sports werden beim Medical Fitness gleich in einem Schwung intensiv trainiert: Krafttraining stärkt die Bauch- und Rückenmuskulatur und wirkt vorbeugend gegen Rückenbeschwerden und Bandscheibenblockaden. Ausdauertraining kräftigt nicht nur die Bein- und Gesäßmuskulatur, es hält Herz, Lunge und Kreislauf fit, und die Arterien werden gleich so richtig "durchgeputzt". Das verzögert die Verkalkung und schützt vor Herzinfarkt. Die Stabilität und das Gleichgewicht des Körpers werden mithilfe von Balance-Übungen gefördert. Durch die Verbesserung der Muskelkoordination stolpert und stürzt man seltener und senkt so das Verletzungsrisiko. Gelenksübungen halten uns beweglich und beugen Arthrose vor. Und schließlich sorgen gezielte Übungen für die eigene Wahrnehmung, dass wir eine gesunde Beziehung zu unserem Körper aufbauen und so Krankheiten vorbeugen.

Alles andere als langweilig

Damit bei all dem intensiven Training keine Langeweile aufkommt, sind die Übungen aus Workout und Rehabilitationsgymnastik so geschickt kombiniert, dass man erst gar nicht merkt, wie gesund man trainiert. Zum Einsatz kommen Therabänder und Gymnastikbälle, wobei Musik für gute Laune sorgt. Mitmachen kann jeder, egal ob Jung oder Alt, Fortgeschritten oder Anfänger. Mittlerweile bieten viele Reha- und Physiotherapie-Zentren auch Gesunden Medical Fitness-Kurse an. Doch ganz gleich, ob Sie ins Fitness-Studio gehen oder in ein Reha-Zentrum - wichtig ist, dass Sie von einem erfahrenen Trainer mit Spezialausbildungen in der Prävention betreut werden. Und: Medical Fitness-Stunden wirken sich zwar positiv und nachhaltig auf die Gesundheit unseres Körpers aus und können chronische Beschwerden lindern, bei eingetretenen Erkrankungen ersetzen sie aber nicht die medizinische Behandlung durch einen Arzt oder Therapeuten. 

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