Muskelkrämpfe

Aktualisiert am: 01.03.2010

Was tun gegen Krämpfe?

Krämpfe vergehen zwar von selbst wieder. Schneller geht es allerdings, wenn man etwas dagegen unternimmt: Tritt das Problem im Liegen oder Sitzen auf, sollte man aufstehen und herumgehen oder das Bein ausschütteln. Speziell beim Wadenkrampf empfiehlt Frisee, "mit den Händen die Zehen in Richtung Knie zu ziehen." Hilfreich ist auch ein warmer Wickel. Noch besser ist es natürlich, vorzubeugen, damit es erst gar nicht so weit kommt. Dies gelingt am besten durch magnesiumreiche Ernährung (siehe unten) und ausgiebiges Dehnen vor der Bewegung. Darüber hinaus lautet die Devise beim Sport: "trinken, trinken, trinken" – und zwar schon bevor der Durst kommt. Die Trinkflasche deshalb am besten immer in Sichtweite positionieren!

Wann wird es ernst?

Wenn Sportler ab und zu einen Krampf haben, ist das harmlos. "Passiert es aber regelmäßig, sollte man sicherheitshalber zum Arzt gehen", sagt Florian Frisee. Dann könnte nämlich etwas Ernsteres hinter den Beschwerden stecken, "etwa eine Durchblutungsstörung, Diabetes oder eine Schilddrüsenkrankheit. Auch ein Spreiz- und Knickfuß hat Auswirkungen auf die Wadenmuskulatur." Unter Umständen könne ein Krampf auch mit einer Thrombose verwechselt werden oder von den Bandscheiben her rühren.  

Muskelkrämpfe: Knackpunkt Magnesium

Mit magnesiumreicher Ernährung sagen Sie Muskelkrämpfen den Kampf an. Der potente Mineralstoff steckt insbesondere in Obst und Gemüse, Vollkornbrot, Milch, Geflügel und Fisch. Unter Umständen sind auch Schoko-Tiger ganz gut versorgt, schließlich ist Kakao reich an Magnesium. Gute Lieferanten zum Trinken sind bestimmte Mineralwässer, etwa "Güssinger". Wer gerne mehr Geschmack im Wasser hat, greife täglich zu Tonic Water. Stress, schwere körperliche Arbeit und Leistungssport erhöhen den Magnesiumbedarf. Auch Schwangere, Stillende und ältere Personen brauchen etwas mehr davon als die von der Deutschen Gesellschaft für Ernährung empfohlenen 300 Gramm für Frauen und 350 Gramm für Männer. In diesem Fall oder bei extrem ungesunder Ernährung sind in Apotheken erhältliche Nahrungsergänzungsmittel eine Lösung. Eine etwaige Überdosierung erkennen Sie daran, dass Sie Durchfall bekommen.

Alternativmedizin-Fans können laut Sportarzt Frisee mit Schüssler-Salzen oder homöopathischen Arzneimitteln wie Cuprum Metallicum nachhelfen. Während des Sports empfiehlt Frisee isotonische Getränke, die sofort vom Magen ins Blut übergehen. Wer es lieber natürlich mag, greift stattdessen zum gespritzten Apfelsaft. Das Rezept: Apfelsaft mit der dreifachen Menge an Mineralwasser verdünnen.  


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