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Aktualisiert am: 21.08.2006

Bergauf und bergab

Da es beim Walken, im Gegensatz zum Joggen, keine "Flugphase" gibt, weil immer mindestens ein Fuß die Erde berührt, kommen Verletzungen von Muskeln, Bändern und Gelenken eigentlich nicht vor. Aus orthopädischer Sicht und im Hinblick auf die Vorbeugung von Verletzungen bietet Nordic Walking durch den dynamischen Bewegungsablauf ohne Belastungen der Gelenke eine ideale Möglichkeit, auf schonende Art und Weise das Herz-Kreislauf-System und damit die Ausdauer zu trainieren.

Wie geht man mit den Stöcken?

  • Während des gesamten Bewegungsablaufes bleiben die Schultern entspannt und locker
  • Oberkörper und Hüfte schwingen natürlich
  • Fußspitzen zeigen gerade nach vorne
  • Der Abdruck erfolgt über die Beinstreckung bis in die Zehen, mit einer Bewegung der Hüfte nach vorne
  • Die Arme werden je nach Geschwindigkeit vollständig gestreckt
  • Die Stöcke nah am Körper führen
  • Die Hände bleiben leicht geöffnet, um die Stöcke nach vorne schwingen zu lassen
  • Der Stock setzt gleichzeitig mit der gegenüberliegenden Ferse auf

Besonders im flachen Gelände ist es wichtig, die Technik korrekt auszuführen. Ein wichtiger Punkt ist dabei der effiziente Einsatz der Gesäßmuskulatur. Tipp: Probieren Sie, bei jedem Schritt die Pobacken abwechselnd anzuspannen, um so die Hüftstreckung zu erleichtern. Versuchen sie das Tempo über den Einsatz der Gesäßmuskeln zu steuern. Drücken sie Ihren Körper durch die Gesäßmuskeln nach vorne.

Bergauf wird der Körper weiter nach vorn gebeugt als gewöhnlich. Der Armeinsatz ist kräftiger, auch die hinteren Oberschenkelmuskeln sowie die Wadenmuskeln werden stärker beansprucht. Ein kräftiger Stockeinsatz trägt dazu bei, an Steigungen die Schrittlänge zu halten. Auf den Steigungen überträgt der Stockschub die Belastung von den Beinen auch auf den Oberkörper. Für Anfänger ist Nordic Walking an Steigungen ein hervorragendes, aber auch anstrengendes Training, da dies die Arm- und Beinmuskulatur gut trainiert. Achten sie auf den Pulswert.

Steil bergab werden beide Stöcke hüftbreit vor dem Körper gleichzeitig (parallel) nach vorne gesetzt. Dabei kommt es zu einer Oberkörper-Vorlage. Mit kleinen Schritten und gebeugten Knien langsam absteigen. Je mehr Belastung auf den Stock übertragen wird, desto weniger Gewicht müssen die Beine tragen. Die Füße bremsen fortwährend. Bergab dienen die Stöcke zum Bremsen und zur Entlastung.


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