Nordische Disziplinen

© Fischer Sports
Autorin: Mag. Petra Stix
Aktualisiert am: 09.11.2009
Sanfte Spuren im Schnee
Die nordischen Disziplinen liegen voll im Trend. Langlaufen hat sein angestaubtes Image längst abgeschüttelt. Seit der Einführung des Nordic-Cruising-Skis im Winter 2001/2002 entdecken auch immer mehr junge Menschen diesen gesunden Breitensport für sich und ziehen mit Begeisterung alljährlich ihre Spuren im Schnee.
Die Spielwiese für Nordic-Cruising-Fans beginnt im Prinzip gleich hinter der Haustür. Vorausgesetzt die Schneelage passt - versteht sich. Einfach rein in die Bindung, Stöcke in die Hände und schon kann es losgehen. Technische Voraussetzungen sind gut, aber nicht zwingend notwendig. Wichtig dabei ist: immer auf das persönliche Wohlfühltempo achten. Am besten stets einen Pulsmesser dabei haben. "Die Faustregel lautet: Puls 190 abzüglich Lebensalter in Jahren ergibt die optimale Pulsfrequenz", erklärt der ehemalige Langlauf-Weltmeister Alois Stadlober.
Total-Body-Workout
"Egal ob flotter Klassiker oder sportlicher Skater – bei kaum einer anderen Sportart werden so viele Muskeln beansprucht und gleichzeitig aber auch die Gelenke geschont", so Stadlober weiter. In Summe sind es 600 Muskeln, die bei Langlauf und Nordic Walking trainiert werden; deutlich mehr als beim Joggen. Auch Herz und Kreislauf werden positiv beeinflusst. Thomas Raach bezeichnet in seinem Buch Nordic Cruising – Winterspaß mit Langlaufski die Disziplin nicht zu Unrecht als "Total-Body-Workout" im Outdoor-Fitness-Studio.
Nach vielen Jahren der technischen Perfektion kam 1982 die Revolution. Ausgelöst durch den Amerikaner Bill Koch, der mit seiner unkonventionellen Technik, der Skating-Technik, wie er sie nannte, den Langlaufweltcup gewann. Damit war endlich Schluss mit stumpfsinnigem Spuren fahren. Heute fährt der Nordic Cruiser auch auf freien Flächen und Skipisten, wagt sich auf steile Berganstiege und sucht den Kick auf dem Weg nach unten.
Langlaufen ohne Ski
Wer in der warmen Jahreszeit gerne mit seinen Nordic-Walking-Stöcken unterwegs ist, setzt im Winter auf Nordic Fitness oder Schneeschuhwandern. Wie beim Walking marschiert man flott und gleichmäßig drauflos, hat aber (Langlauf-)Stöcke in der Hand, dank derer man erstens noch einen Zahn zulegt und zweitens die Gelenke und die Wirbelsäule um bis zu 30 Prozent entlastet. Zusatzeffekt: Durch die Armbewegung werden Arm-, Schulter- und Rückenmuskulatur aktiviert. Ausüben kann man Nordic Walking also auch im Winter – entweder auf Winterwanderwegen oder querfeldein mit Schneeschuhen an den Füßen. Herrlich verschneite Winterlandschaft lässt sich so eigentlich am besten genießen.
Sportarten
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Ausdauersport für alle Altersstufen und eine Alternative zum herkömmlichen Skilanglauf.
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