Osteopathische Übungen
Experte: Mag. Michael Mayrhofer
Aktualisiert am: 28.03.2003
Teil 1: Üben Sie nach der Osteopathie
Teil 2: Drei Säulen der Stabilität
Teil 3: Fünf Ebenen der Mobilität
Teil 4: Fünf Dimensionen der Atmung
Teil 5: Cranio-sacrale Übungen
Teil 6: Lymphatische Übungen
Fünf Dimensionen der Atmung
Der Atmung wird in vielen ganzheitlichen Therapien ein besonderer Stellenwert eingeräumt. In der Osteopathie besitzt die Atmung eine sehr wichtige Rolle in Bezug auf die "Lebensenergie". Bei Stress können diese Übungen helfen, Ihren Körper über die Atmung wieder in einen ausgeglicheneren Zustand zu bringen.

1. Atemübung: Beeinflussung der Lungen
Sie liegen auf dem Rücken, die Beine sind angewinkelt. Beide Hände sanft auf den Brustkorb legen, Ihre linke Hand oberhalb der linken Brust, Ihre rechte Hand oberhalb der rechte Brust. Konzentrieren Sie sich mit geschlossenen Augen auf Ihre ruhige, langsame und tiefe Atmung. Versuchen Sie, in Richtung Ihrer Hände zu atmen.
Die Übung etwa 7 Mal wiederholen.
Zum Abschluss bringen Sie Ihre Hände in sanfte Vibrationen, die sich auf das darunter liegende Gewebe übertragen.

2. Atemübung: Beeinflussung der Leber
Sie liegen auf dem Rücken, die Beine sind angewinkelt. Legen Sie Ihre linke Hand etwas oberhalb des rechten Rippenbogens. Ihre rechte Hand platzieren Sie seitlich unterhalb Ihrer linken Hand. Konzentrieren Sie sich mit geschlossenen Augen auf Ihre ruhige, langsame und tiefe Atmung. Versuchen Sie, in Richtung Ihrer Hände zu atmen.
Die Übung etwa 7 Mal wiederholen.
Zum Abschluss bringen Sie Ihre Hände in sanfte Vibrationen, die sich auf das darunter liegende Gewebe übertragen.

3. Atemübung: Beeinflussung des Magens
Sie liegen auf dem Rücken, die Beine sind angewinkelt. Legen Sie Ihre linke Hand unter den linken Rippenbogen, der Daumen sollte noch Kontakt mit den knöchernen Rippen haben. Ihre Finger zeigen leicht aufwärts und kommen in der Magengrube, kurz unterhalb des linken Rippenbogens, zu liegen. Die rechte Hand legen Sie über die linke Hand, der rechte kleine Finger kommt neben dem linken Zeigefinger zu liegen. Konzentrieren Sie sich bei geschlossenen Augen auf Ihre ruhige, langsame und tiefe Atmung. Versuchen Sie, in Richtung Ihrer Hände zu atmen.
Die Übung etwa 7 Mal wiederholen.
Zum Abschluss bringen Sie Ihre Hände in sanfte Vibrationen, die sich auf das darunter liegende Gewebe übertragen.

4. Atemübung: Beeinflussung der Nieren
Sie liegen auf dem Rücken, die Beine sind angewinkelt. Legen Sie Ihre Hände unter Ihren Rücken, die Handflächen liegen im Flankenbereich am Ende des knöchernen Rippenbogens.
Konzentrieren Sie sich mit geschlossenen Augen auf Ihre ruhige, langsame und tiefe Atmung. Versuchen Sie, in Richtung Ihrer Hände zu atmen.
Die Übung etwa 7 Mal wiederholen.
Zum Abschluss bringen Sie Ihre Hände in sanfte Vibrationen, die sich auf das darunter liegende Gewebe übertragen.

5. Atemübung: Beeinflussung des Darms
Sie liegen auf dem Rücken, die Beine sind angewinkelt. Legen Sie beide Hände um den Bauchnabel herum. Zeigefinger und Daumen bilden ein nach unten weisendes Dreieck. Ihre Hände sollten unterhalb des knöchernen Rippenbogens liegen. Konzentrieren Sie sich mit geschlossenen Augen auf Ihre ruhige, langsame und tiefe Atmung. Versuchen Sie, in Richtung Ihrer Hände zu atmen.
Die Übung etwa 7 Mal wiederholen.
Zum Abschluss bringen Sie Ihre Hände in sanfte Vibrationen, die sich auf das darunter liegende Gewebe übertragen.
Wissenswertes
Osteopathie
Bringt den Körper mit sanften manuellen Techniken wieder ins Gleichgewicht.
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