Osteopathische Übungen

Experte: Mag. Michael Mayrhofer

Aktualisiert am: 22.02.2003

Üben Sie nach der Osteopathie

Übungen als gesundheitserhaltendes und gesundheitsförderndes Mittel haben eine Jahrtausende alte Tradition und werden in vielen Heilverfahren angewandt. Wir stellen Ihnen einige Übungen aus der Osteopathie vor, mit denen Sie Ihren Körper wieder ins Gleichgewicht bringen können.

Diese Übungen zielen im Sinne der osteopathischen Philosophie darauf ab, die Eigenregulationskräfte Ihres Körpers anzuregen. Wenn Sie also das Rad, das Ihr Leben bewegt, rund und fließend gestalten wollen, so dass Sie auch in Zukunft gesund und energiegeladen durch das Leben kommen, können diese Übungen einen wesentlichen Beitrag dazu leisten. Wie überall im Leben ist die regelmäßige Ausführung unumgänglich, um einen tiefgreifenden Effekt zu erzielen. Planen Sie also ca. drei Mal pro Woche dieses Workout in Ihren Wochenablauf mit ein. Schaffen Sie sich fixe Zeiten, an denen Sie dieses Programm durchführen.

Einige der folgenden Übungen mögen Ihnen vielleicht bekannt vorkommen. Sie kennen diese eventuell von verschiedenen Workouts, aus der Physiotherapie oder von fernöstlichen Bewegungsformen wie Yoga.

Übungstipps

  1. Zu den Übungen sollten Sie lockere, legere Kleidung tragen, in der Sie sich wohl fühlen. Die Übungen selber können auf dem Boden ausgeführt werden. Die Atem- und Partnerübungen auch auf einer Liege oder Couch. Auf dem Boden ist als Unterlage eine Decke oder Gymnastikmatte empfehlenswert, für den Kopf ein Kissen.
  2. Halten Sie sich bei der Durchführung des Workouts immer ein wichtiges Lebensprinzip vor Augen: Schwache Reize aktivieren ihre "Lebensenergie", "biopositive" Reize fördern sie, "bionegative" Reize können sie hemmen oder sogar schwächen. Ein biopositiver Reiz besitzt jene Reiz-Intensität, die Ihrem Körper gut tut. Bei jedem Menschen ist diese aufgrund von Training, Veranlagung usw. unterschiedlich. Ob ein Reiz für Sie biopositiv bzw. bionegativ ist, müssen Sie selbst herausfinden. Ein gutes Körpergefühl ist dazu unerlässlich. Hören Sie also darauf, was Ihnen Ihr Körper mitteilt! Dies entspricht auch der osteopathischen Philosophie, die Ihnen als Mensch Verantwortung für Ihren Körper überträgt. Regelmäßig ausgeführte Übungen, die Ihrem Körper gut tun, sind die Basis eines gesunden Lebens.
  3. Den meisten Übungen sind bestimmten Zeiten und Wiederholungszahlen zugeordnet. Sie sind als Anhaltspunkte und nicht als fixe Vorgaben zu verstehen. Trainierte können bzw. sollten die Übungszeit ausdehnen. Untrainierte sollten langsam beginnen und sich allmählich an die Vorgabe herantasten.

Folgende Bereiche stellen wir Ihnen in den anschließenden Teilen vor:

  • Die drei Säulen der Stabilität (Kräftigungsübungen)
  • Die fünf Ebenen der Mobilität (Dehnübungen)
  • Die fünf Dimensionen der Atmung (Atemübungen)
  • Übungen für das craniosacrale System
  • Die lymphatischen Übungen

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