Osteoporose & Training

Aktualisiert am: 08.08.2011

Osteoporose: heilbar durch Bewegung

Osteoporose wird leider oft erst dann bemerkt, wenn ein Knochen bricht. Zu den Risikofaktoren zählen neben Vererbung auch Bewegungsmangel, Rauchen und falsche Ernährung. Medikamente oder Krankheiten können ebenfalls Osteoporose auslösen. Doch auch Hormone spielen eine große Rolle, weshalb vor allem Frauen nach der Menopause viermal häufiger von der Krankheit betroffen sind als Männer. Die gute Nachricht: Osteoporose ist heilbar. Wie, verrät Dr. Martin Weiß in seinem gleichnamigen Ratgeber, in dem er die beeindruckende Wirkung einer revolutionären Kräftigungstherapie vorstellt.

Autorin: Rosi Dorudi

Osteoporose, auch Knochenschwund genannt, ist eine Gefahr im Verborgenen. Ganz und gar unbemerkt und ohne jegliche Anzeichen werden bei dieser Volkskrankheit die Knochen mit zunehmendem Alter porös und brüchig. Bis es zu einer Fraktur kommt, kann die Osteoporose also schon jahrelang fortgeschritten sein, ohne jegliche offensichtlichen Zeichen. Warum man an Osteoporose erkrankt, hat viele Gründe.

Knochen sind keine tote Substanz

Wie alle Gewebe im menschlichen Körper ist auch das Knochengewebe eine lebende Verbindung von Zellen, die sich ständig erneuert. Alte und beschädigte Knochensubstanz wird fortlaufend abgebaut und durch neues Material ersetzt. Zwischen 25 und 30 Jahren erreicht der Mensch seine maximale Knochendichte und damit die höchste Stabilität. Danach geht es dann bergab. Bis zum 50. Lebensjahr verlieren Frauen und Männer pro Jahr zwischen 0,5 und 1 Prozent Knochenmasse. Bei der Osteoporose wird die Knochensubstanz jedoch noch schneller abgebaut. Der Knochen wird instabil und ist wesentlich anfälliger für Frakturen. Gefürchtet sind vor allem die Oberschenkelhalsbrüche, die häufig eine Folge von Stürzen sind.

Die Risikogruppen: von Untergewicht bis Schwangerschaft

Während sich der eine selbst im hohen Alter bei einem Sturz keinen Knochen bricht, kommt es bei dem anderen manchmal sogar ohne äußeren Einfluss zu einem Knochenbruch. Grund dafür liegt in der genetisch vorprogrammierten maximalen Knochendichte und der späteren Knochenverlustrate.

Doch auch Lebensstil und Umwelteinflüsse spielen bei dieser Krankheit eine Rolle. Neben Alter, Gewicht, Ernährung sowie körperlicher Aktivität gibt es zahlreiche weitere Faktoren, die darüber entscheiden, ob man später einmal an Osteoporose erkrankt oder nicht. So schädigt regelmäßiges Rauchen die Knochen ebenso wie zu viel Alkohol und Untergewicht. Magersucht bei Jugendlichen ist daher auch deshalb so schlimm, weil das Aushungern gerade in dieser wichtigen Wachstumsphase die Grundlagen von starken Knochen nahezu verhindert.

Nicht zu verachten sind auch die Risiken bei Schwangerschaft und in der Stillzeit, bei denen täglich 500 mg Kalzium an das Kind abgegeben werden. Wird dieser erhöhte Bedarf nicht zusätzlich durch die Ernährung und Nahrungsmittelergänzungen abgedeckt, holt sich der Körper das Kalzium aus den Knochen. Aber auch die Wechseljahre können den Knochen zusetzen, denn sie verlieren ihren natürlichen Starkmacher: das Hormon Östrogen.


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