Quantified Self – Was bringt Fitness-Tracking?

In einer Welt, in der unsere Lebensführung immer schneller wird, gleichzeitig aber immer weniger „echte“ Bewegung stattfindet, haben in den letzten Jahren mehr und mehr technologische und digitale Hilfsmittel und Vermessungsinstrumente Einzug gehalten. 

„Quantified Self“ bedeutet, immer zu wissen, wo man gerade steht und ob das persönliche Ziel - seien es die täglich zurückgelegten Schritte oder das eigene Idealgewicht - erreicht wurde. Die Entwicklungen der Medien, vom Smartphone über das Tablet bis hin zur Personenwaage, die über Bluetooth und App Gesundheitsdaten übermittelt, sind rasant vonstattengegangen.

Die klassischen Fitnessarmbänder sind dabei erst der Anfang, denn die Zukunft wird wohl noch digitaler werden: Sämtliche Gesundheitsdaten über Körperfunktionen, Bewegung und Schlafverhalten können immer einfacher und mit immer weniger Aufwand durch diverse Gadgets gesammelt werden.

Diese Aufzeichnungen können damit sogar dem Hausarzt Konkurrenz machen, wenn es um eine lückenlose Dokumentation geht. Wobei die selbstermittelten Daten auch aufgrund der einfachen Technik natürlich keinen 100-prozentigen Anspruch auf Wissenschaftlichkeit haben.

 

Die bunte Welt der Technologien

Die Produktvielfalt zur Selbstvermessung ist eine breite: So ist eine Waage längst keine einfache Waage mehr. Geräte wie die Runtastic Libra, die vom Hersteller als „intelligenteste Waage der Welt“ bezeichnet wird, warten beispielsweise mit einer Analyse von Gewicht, Körperfettanteil, Wasseranteil, Knochenmasse, BMI und persönlichem Kalorienverbrauch auf: Alles wird genauestens auf der Smartphone App dargestellt.

Diese trägt somit dazu bei, den Verlauf zu kontrollieren und das erwünschte Ziel zu erreichen. Auch der „Smart Body Analyzer“ vom Gesundheitsunternehmen Withings misst nicht einfach nur das Gewicht, sondern über den Puls an den Füßen auch die Herzfrequenz. 

Durch die dazugehörige Health-Mate-App wird auch das Abnehmen unterstützt, wobei Erfolge via Facebook, Twitter und anderen sozialen Plattformen per Knopfdruck mit Freunden geteilt werden können. Weiteres Add-On ist die Überwachung der Raumluft, denn sobald die Waage registriert, dass der CO2-Gehalt in der Luft ansteigt, wird an das gekoppelte Smartphone eine Nachricht versandt, dass der überwachte Raum zu lüften wäre. 

 

Die neue Generation von Pulsuhren

Ähnliche technologischen Fortschritte sind bei den Pulsuhren zu beobachten: oftmals als unbequem empfundene Brustgurte werden durch eine Messung der Herzfrequenz am Handgelenk ersetzt, wie das beispielsweise bei der MIO Alpha von Medisana oder der TOM TOM Uhr der Fall ist. Auch für den Alltag finden sich Smartwatches: Das Elektronik-Unternehmen Samsung hat die Smartwatch Galaxy Gear (Gesundheits-Apps inkludiert) auf dem Markt, Withings eine Uhr namens Activité. Hinzu kommt die viel beachtete Entwicklung der Apple Watch von Apple, die seit diesem Jahr erhältlich ist.

 

Wie sinnvoll sind die Fitness-Gadgets?

Ziel aller gesundheitsorientierten Wearables: Sie sollen unser Gesundheitsbewusstsein fördern und uns in unserem Alltag unterstützen. Angesichts der gesundheitlichen Problemfelder, die es nicht nur innerhalb der österreichischen Bevölkerung gibt, sondern die ein weltweites Problem darstellen, könnten Gadgets dieser Art durchaus eine Hilfestellung sein.

Allerdings stellen sie schlussendlich keinen Ersatz für Bewegung und Training dar, da sich die Trägerin und der Träger letztlich immer noch selbst bewegen und ihr gewohntes Bewegungs- und Essverhalten ändern müssen. Hier können zum Beispiel persönliche Gesundheitsprogramme Hilfe leisten

Trotzdem kann eine tägliche Erinnerung an die eigenen Ziele und regelmäßige kleine Reminder Einfluss auf das Verhalten haben. Auch ist die schlichte Darstellung des Sachverhaltes – Stichwort: tägliche Schrittanzahl oder stundenlanges Dauersitzen – für so manchen von uns eine klare Unterstützung. 

 

Move on! 

Egal wie Sie am liebsten Sport machen, ob mit Fitnessarmband, App, Smartwatch, Hightech-Waage oder ohne allem – die Hauptsache ist, Sie kommen regelmäßig in Bewegung! 

 

Quellen: