Fahrrad

Tipps für den Fahrradkauf

Profil und Pedale

Fahrräder gibt es fast überall zu kaufen. Selbst Supermarktketten bieten oft Räder an und locken mit billigen Angeboten. Auf der sicheren Seite sind Sie letzendlich aber nur, wenn Sie Ihr Fahrrad beim Fachhändler kaufen. Wir verraten Ihnen, was Sie beim Fahrradkauf beachten sollten.

Entscheidender Faktor ist, ob Sie Ihr Fahrrad eher als Sportgerät benutzen wollen oder für den Alltag brauchen. Der Vorteil von Fachgeschäften ist, dass Sie immer eine Probefahrt machen können und nur dort auch die richtige Beratung erhalten. Haben Sie sich allerdings erst einmal für den Radtyp entschieden, müssen noch weitere Punkte unbedingt beachtet werden:

Die Rahmenhöhe

Der Rahmen des Fahrrades muss zur Körpergröße, vor allem aber zur Schrittgröße des Fahrers passen. Die Gefahr, dass man einen zu großen Rahmen wählt, fällt beim Herrenrad weg, da sich das sofort bemerkbar macht: Auf dem Oberrohr reitend erreichen die Fußspitzen nicht mehr den Boden! Viel eher besteht die Gefahr einen zu kleinen Rahmen zu kaufen. Zwar könnte man einen zu kleinen Rahmen mit einem weiter herausgezogenen Sattel ausgleichen, allerdings verschiebt sich damit der Schwerpunkt zur Hinterachse hin, was im Extremfall zu einem Fahrrad für Artisten führen kann: Fährt man einen Berg hinauf, so steigt das Rad wie ein scheuendes Pferd auf.

Die richtige Position

Woher wissen Sie nun, ob Sie die richtige Position auf Ihrem Rad einnehmen? Die richtige Sattelhöhe: Setzen Sie sich aufrecht auf Ihren Drahtesel und strecken Sie Ihr Bein durch. Der Fuß sollte nun mit der Ferse auf das unten stehende Pedal drücken!

Die richtige Lenkerstellung

Grundsätzlich sollte das Lenkerrohr etwa zwei bis drei Zentimeter tiefer liegen als die Satteloberkante. Die Lenkergriffe selbst werden prinzipiell um 15 Grad nach unten geneigt. Allerdings gibt es bei den diversen Rennlenkern mehrere Lenkerformen, die Sie je nach Geschmack und von der Grifflage her beurteilen müssen. Lassen Sie sich diesbezüglich vom Fachmann beraten.

Der richtige Sattel

Im Wesentlichen gibt es zwei Typen von Fahrradsätteln: Die sportlichen, schmalen Sättel und die etwas breiteren Sättel. Zwar ist es gut, schmale Sättel bei einer gebeugten Körperhaltung zu fahren, weil das meiste Gewicht durch die Arme auf der Lenkstange lastet. Dennoch gilt: Je aufrechter die Fahrhaltung, desto besser sind breitere Sättel, auch bei Männern. Für die breiteren Ledersessel schwärmen vor allem die Genießer unter den Fahrrad-Freaks. Ein spezieller Sattel ist der so genannte luftgepolsterte Air Seat, wo der Luftdruck mit Hilfe einer ganz normalen Fahrradpumpe über Ventile an der Innenseite reguliert werden kann.

Welcher Reifen ist der richtige?

Mit dem geeigneten Reifen macht das Radfahren gleich doppelt soviel Spaß. Kein Wunder, entscheidet doch die Wahl des Reifens darüber, wie viel Rollwiderstand vorhanden ist. "Breitreifen rollen schwerer als Schmalspur-Pneus", so lautet eine einhellige Meinung. Das stimmt aber nicht, denn genau das Gegenteil ist der Fall. Prüfstandsversuche mit 32 und 47 Millimeter breiten Reifen ergaben bei einem Reifendruck von jeweils 4 Bar, dass die schmalere Version über vierzig Prozent mehr Kraftaufwand zur Überwindung des Rollwiderstands benötigte als ihr Gegenspieler. Warum? Bei gleichem Luftdruck rollen breitere Reifen leichter, weil sie weniger einfedern. Daher sind die Reifen der Radprofis "steinhart" und mit etwa 8 Bar aufgepumpt.