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Reiten
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Aktualisiert am: 21.08.2006

Reiten Sie sich fit

20.000 Jahre alte Ritzzeichnungen lassen vermuten, dass der Mensch schon damals Pferde gefangen, gezähmt und geritten hat. Noch heute träumen viele vom wilden Ritt über Hügel, Wiesen und Wälder. Nur zu! Und unterschätzen Sie keinesfalls den Fitness-Faktor.

Reiten zeigt Wirkung

Reiten als Entspannungsfaktor:
Haben Sie sich erst an das Pferd gewöhnt, Ihre Reittechnik perfektioniert und Ihren Rhythmus gefunden, so kann Reiten Verspannungen im ganzen Körper lösen. Ihre Muskeln werden aktiviert, der Stoffwechsel angeregt und der Geist belebt. Das macht süchtig.

Reiten formt Ihren Körper:
Schon mal probiert? Wer sich zum ersten Mal auf ein Pferd setzt, der wird anfänglich kräftig durchgeschüttelt, schließlich erfordert Reiten ein koordiniertes Zusammenspiel Ihrer Muskeln für die nötige Körperspannung. Vor allem die Muskulatur der Beine (Adduktoren), des Rumpfes, der Arme und der Schultern werden beim Reiten gekräftigt und gestrafft.

Reiten für jedermann (und frau):
Es ist nie zu spät! Der Reitsport eignet sich für Leute jeden Alters. Der passive Bewegungsapparat (Gelenke, Knochen) wird geschont und die Muskulatur gleichzeitig gefordert. Wenn Sie etwa unter Gelenksbeschwerden, einem hohen Blutdruck oder erhöhten Cholesterinwerten leiden und Sport bisher kein Thema war, unser Vorschlag: setzen Sie sich einfach auf ein Pferd.

Bestens ausgerüstet

Kleidung:
Wenn Sie eine enge Hose tragen, die keine Falten wirft, ist der Gebrauch einer Reiterhose überflüssig. Achten Sie bei der Auswahl Ihrer Kleidung für einen Ausritt auf die aktuellen Witterungsbedingungen. Ziehen Sie sich mehrere dünne Schichten übereinander an - so sind Sie bei Temperaturschwankungen bestens gerüstet.

Reitstiefel:
Reitstiefel sind unbedingt nötig, da man sich als Anfänger sonst leicht die Beine aufschürft. Außerdem können Sie leicht am Sattelblatt hängen bleiben. Wer das ignoriert, der muss schmerzhafte Kratzer in Kauf nehmen. Autsch!

Helm:
Um die Gefahr einer Kopfverletzung auf ein Minimum zu reduzieren, ist das Tragen eines Reiterhelms Pflicht. Dieser kann in jeder Reitschule passend vor Ort ausgeliehen werden.

Tipps für Anfänger und Fortgeschrittene

Das Pferd ist seinem Körper und Verhalten nach ein hoch spezialisiertes Fluchttier. Es kann zwar springen, läuft aber lieber. Das Pferd fühlt sich mit Artgenossen sicherer. Es begreift den Menschen als Artgenossen, der ranghöher, ranggleich oder rangniederer sein kann - oder auch als Feind. Dem Pferd ist es angeboren, sich unterzuordnen.

Um den Menschen verstehen zu können, muss das Pferd Vertrauen zu ihm aufbauen. Vertrauen ist die Grundlage zum Verständnis.

Die jeweiligen Reiterübungen sollen täglich und in abwechselnder Reihenfolge durchgeführt werden. Sie sollen nur solange dauern, bis das Pferd begriffen hat. Das Abbrechen der Übung ist die Belohnung für die gelungene Ausführung.


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