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Experte: Mag. Michael Mayrhofer

Aktualisiert am: 08.02.2008

Auf der Rodel in die Erstaufnahme

Rodeln ist ein einmaliges Wintervergnügen. Kindern und Erwachsenen macht es großen Spaß, gemütlich bergauf zu wandern und anschließend rasant ins Tal hinunterzufahren. Häufig werden dabei Erinnerungen an den Rodelhügel wach, den man als Kind unzählige Male hinaufgeeilt und heruntergefahren ist. Was soll es Schöneres geben, als mit der Rodel einen verschneiten Hang hinunterzufahren? Nichts, sollte man glauben. Mittlerweile mehren sich jedoch die Zahlen der Unfälle und teils tödlichen Verletzungen.

Unterschätzen Sie keinesfalls die Gefahren beim Rodeln. Die Rodeln aus Kunststoff und Holz lassen sich nicht immer einfach steuern und erreichen hohe Geschwindigkeiten. Ungeeignetes Schuhwerk lässt oft keine Bremsmanöver zu. Zusammenstöße mit Bäumen oder Abstürze seitlich der Rodelstrecken sind daher keine Seltenheit. Im Gegensatz zum spielerischen Verhalten auf dem Rodelhügel, müssen Sie beim Rodeln im freien Gelände einige Verhaltensregeln beachten. So vermeiden Sie Verletzungen und Unfälle.

Verletzungen

Die meisten Rodelunfälle passieren, wenn das eigene Brems- und Steuervermögen überschätzt wird. Besonders das Rodeln mit dem Kopf voran kann zu schweren Verletzungen führen. Die häufigsten Verletzungen stellen dabei Beschwerden an der Wirbelsäule, am Becken, am Kopf und am Brustkorb dar. Zusätzlich können Sie sich auf Grund des harten Gestells und der Kufen Schnittverletzungen zuziehen. Viele dieser Verletzungen lassen sich jedoch leicht vermeiden. Bleiben Sie daher immer wachsam und konzentriert. Die nachfolgend angeführten Punkte sollen Ihnen zeigen, was beim Rodeln besonders beachtet werden muss.

Aufwärmen

Wärmen Sie sich vor der Abfahrt ausreichend auf. Ein gut erwärmter Körper ist weniger verletzungsanfällig. Scheuen Sie daher nicht den langen Fußmarsch während des Aufstiegs und verzichten Sie auf die Einkehr beim Wirten vor dem Start.

Eigenverantwortung

Beurteilen Sie Ihr Können realistisch, machen Sie sich Ihre Verantwortung bewusst und beachten Sie die Regeln. Das Angebot an Rodelstrecken ist groß. Wie können Sie als Urlauber bzw. Rodler erkennen, wo Sie einigermaßen sicher rodeln können?

Rodelregeln

Der österreichische Rodelverband verleiht Gütesiegel für Rodelbahnen mit besonderen Qualitätsstandards bzw. nach Schwierigkeitsgraden. Wie auf der Skipiste gilt eine mit schwarz gekennzeichnete Abfahrt als schwer, eine mit rot ausgewiesene Strecke als mittel und eine blaue Abfahrt als leicht. Rodelbahnen sollten in der Regel auch über die wichtigsten Verhaltensregeln informieren. Vergessen Sie jedoch nicht: Präzises Bremsen und die richtige Geschwindigkeit sind beim Rodeln die entscheidenden Kriterien.


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