Rücken
Aktualisiert am: 30.05.2006
Teil 1: Rücken und Bewegung
Teil 2: Die Wirbelsäule
Teil 3: Bandscheibenprobleme
Teil 4: Diagnose
Teil 5: Stärken Sie Ihren Rücken!
Diagnose
Röntgen, Computertomographie oder Magnetresonanz sind die üblichen Diagnoseverfahren. In Ausnahmefällen wird die so genannte Myelographie angewandt, ein röntgendiagnostisches Verfahren, das den Raum unter der Bindegewebshaut des Rückenmarks zeigt.
Was kann man gegen Rückenschmerzen tun?
Allgemeine Maßnahmen helfen in vielen Fällen und versprechen zumindest Linderung:
- Wärme (Wärmeflasche, Rotlichtlampe)
- Heiße Bäder (Heublumen bei Hexenschuss, Fichtennadel bei Bandscheibenproblemen, Teufelskralle oder Passionsblume wirken entzündungshemmend und schmerzlindernd)
- Massagen
- Akupunktur, Akupressur
- Krankengymnastik
- Rückenschule (auch zur allgemeinen Vorbeugung)
Entscheidend sind Bewegung und körperliches Training. Tun Sie etwas für Ihren Rücken!
Die eigentliche Stütze unseres Körpers ist die Muskulatur. Eine starke Muskulatur des Rumpfes entlastet deshalb Wirbel, Bandscheiben und Gelenke. Eine Stärkung der Rückenmuskulatur alleine reicht nicht, gleichzeitig müssen auch die ausgleichenden Bauchmuskeln trainiert werden. Bei Rückenschmerzen auf Sport und regelmäßige Bewegung zu verzichten wäre genau der falsche Weg. Rückenpatienten, die mit dem Training neu beginnen, sollten mit flotten Spaziergängen beginnen und das Training unter fachlicher Anleitung ausbauen.
Besonders geeignete Sportarten bei Rückenbeschwerden sind:
- Gehen, Walken
- Schwimmen (Kraulen und Rückenschwimmen, Brustschwimmen belastet die Nackenwirbelsäule)
- Tanzen
- Reiten (die schaukelnde Bewegung trainiert die Muskulatur und der wechselnde Druck auf die Bandscheiben ist positiv)
- Laufen auf ebenem, weichem Boden, etwa im Wald
- Wandern
- Langlaufen
- Nordic Walking
Schlammpackungen, Moorbäder oder eine Kurzbestrahlung mit Laserlicht zur Krampflösung und Förderung der Durchblutung können ergänzend eingesetzt werden. Chiropraktiker oder Osteopathen verschaffen vielen Patienten zumindest längere Zeiträume ohne Schmerzen.
Wer schon viele Jahre oder schon in jungen Jahren unter Rückenschmerzen leidet, sollte seine Stützmuskulatur gezielt aufbauen. Hilfestellung bietet dazu jeder Turnverein, der spezielle Rückengruppen anbietet, der geprüfte Fitness-Trainer im Studio und natürlich der Sportwissenschaftler oder Sportfacharzt. Auch ein Orthopäde kann Ihnen einige Übungen vorschlagen.
Auf den weiteren Seiten stellen wir Ihnen ein Zehn-Minuten-Rückentraining für zu Hause vor, das Sie jeden Tag bequem absolvieren können. Weiters sollten Sie unsere Tipps über ein beschwerdefreieres Leben in Bezug auf Arbeit, Auto fahren und Freizeit beachten. Ihr Rücken wird es Ihnen danken! Die letzte Seite enthält Links und Buchtipps zum Thema.
In Zusammenarbeit mit Univ. Prof. Dr. Hans-Paul Kutschera, Facharzt für Orthopädie
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