Sehhilfen
Aktualisiert am: 03.06.2004
Die optische Korrektur im Sport
Zirka 60 Prozent unserer Bevölkerung brauchen eine Brille, die beim Sport stören kann. Damit die Sportausübung trotz Sehschwäche nicht eingeschränkt ist, stehen mehrere Möglichkeiten stehen zur Verfügung.
Brillen
Wichtigste Bestandteile einer empfehlenswerten Sportbrille sowohl für Kontaktsportarten als auch für Non-Kontaktsportarten sind:
Bruchsichere Brillenfassungen mit abgepolsterten Scharnieren und Bügeln, am Kopf gehalten durch Gummibänder, mit breiter Nasenauflage, unzerbrechlichen Scheiben aus gehärtetem Glas oder Kunststoff, die größer sein sollten als die Augenhöhle, damit sich beim Anprall von vorne der Druck verteilt und nicht direkt "ins Auge geht". Die Gläser sollten am Rande nicht scharf geschliffen sein. Was die optische Korrektur angeht, so sollten bereits gering Kurzsichtige und astigmatische Menschen eine optimale Korrektur tragen.
Oft empfiehlt sich ein Sonnenschutz, der möglichst UV-undurchlässig sein sollte. Optimales Sehen ist nämlich auf eine bestimmte Umgebungshelligkeit angewiesen.
Spezialbrillen für Gletscherwanderung mit Seitenschutz, beim Skilaufen mit Spezialbelüftung, beim Tauchen mit optischer Korrektur im Brillenglas oder von innen aufgeklebt, müssen stets individuell angepasst werden.
Kontaktlinsen
In vielen Fällen sind Brillen lästig oder sogar gefährlich. Dann kann in den meisten Fällen die Kontaktlinse für eine Behebung der Sehprobleme sorgen.
In der Entwicklung der Kontaktlinse hat sich in den letzten Jahrzehnten viel getan. Speziell was die Gasdurchlässigkeit (Sauerstoff) betrifft, wurden Materialien gefunden, die diese enorm verbessern.
Während weiche Kontaktlinsen zunächst meist rasch verträglich sind, weil sie eine geringe Fremdkörperbelastung der Hornhaut darstellen, bedarf es bei den Hartlinsen zunächst einer gewissen Zeit der Eingewöhnung bis die subjektiven Fremdkörperempfindungen nachlassen und schließlich verschwinden. Eine höhere Sauerstoff- und Kohlendioxiddurchlässigkeit erreicht man bei hochgasdurchlässigen Hartlinsen. Sie decken nicht die ganze Hornhaut ab, bewegen sich besser und erreichen damit eine größere Tränenaustauschrate. (Wichtig für den An- und Abtransport).
Die Kontaktlinse für alle Sportarten gibt es nicht. In jedem einzelnen Fall muss der versierte kontaktoptische Spezialist die bestmögliche Linse suchen, was ihm bei der Fülle der Angebote heute wesentlich leichter fällt als noch vor wenigen Jahren.
Laserbehandlung
Seit einigen Jahren ist man dabei, durch hornhautchirurgische Maßnahmen mit dem Laser Fehlsichtigkeiten zu korrigieren. Hierbei wird das Hornhautepitel wie die Kappe eines Frühstückseies rundum bis auf eine kleine Haftstelle abgetrennt und umgeschlagen. Das darunter liegende Hornhautgewebe wird mit Hilfe eines Speziallasers in sekundenschnelle nach genauen Berechnungen eines Computers so geformt, dass sowohl sphärische als auch astigmatische Brechkraftveränderungen ausgeglichen werden können.
Für Profisportler kann eine Kontaktlinsen-Unverträglichkeit ein Grund für eine Laserbehandlung sein. Z.B. im Skisport können Höhe, Kälte und Sonneneinstrahlung zum Verrutschen oder gar Herausfallen der Kontaktlinsen führen.
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