Smovey-Ringe

Autorin: Mag. Sonja Tautermann

Aktualisiert am: 27.10.2009

Neuen Schwung holen

Sie sehen unspektakulär aus, haben es aber in sich. Die Smovey-Ringe sind Gesundheits-, Sport- und Massagegerät in einem. Und können noch viel mehr: Bewegt man die grünen Ringe ähnlich wie beim Nordic Walken, spürt man eine angenehme Vibration. So kann man den Körper nicht nur kräftigen, sondern ihn auch entspannen. Erfunden hat die Smoveys ein Österreicher, der nach der Diagnose "Parkinson" alle Hebel in Bewegung setzte, um seine Beweglichkeit nicht zu verlieren.

Smovey – hinter dem Namen des Gesundheits-Sportgeräts versteckt sich eine Kombination aus den englischen Worten "swing" für Schwingen, "move" für Bewegung und "smiley" als Symbol für ein Lächeln: Schwingen mit einem Lächeln im Gesicht. Das Innenleben der Smoveys macht die Besonderheit aus: Im grünen, geriffelten Schlauch verstecken sich vier Stahlkugeln. Bewegt man die Ringe hin und her, bewegen sich gleichzeitig auch die Kugeln – und sorgen dabei für ein spürbares Vibrieren. Menschen jedes Alters finden mittlerweile Geschmack am Smovey: sogar Zwei- und 102-Jährige wurden damit gesichtet.

Verspannungen lösen

Beim Schwingen der beiden Ringe werden die Handreflexzonen stimuliert, sodass sich die Vibrationen auf den gesamten Organismus und auf die Tiefenmuskulatur übertragen. Damit lassen sich etwa Rückenprobleme oder Verspannungen lösen, die durch zu wenig oder falsche Bewegung entstanden sind. Neue Energie strömt durch den Körper. Im Prinzip lässt sich der gesamte Körper trainieren – durch Ausfallschritte wird der Oberkörper gemeinsam mit Gesäß, Beinen und Waden beansprucht.

Während man beim Nordic Walking eine mehrstündige Einschulung braucht, um korrekt zu gehen, geht es bei den Smoveys viel einfacher. Davon haben wir uns in einem persönlichen Test überzeugt. Bereits nach wenigen Minuten schafft man es, fließende Bewegungen zu erzeugen, bei denen die Kugeln nicht anstoßen. Es ist spielend leicht, bis weit nach hinten zu schwingen, womit man gleich den Trizeps samt Bindegewebe kräftigt. Die Bewegungen sind gelenkschonend und tatsächlich: Beim Ausprobieren zaubert sich auch ein Lächeln auf mein Gesicht.

Sportgerät made in Austria

Stets ein Lächeln im Gesicht trägt auch der Oberösterreicher Johann "Salzhans" Salzwimmer, der Erfinder der Smovey-Ringe. Mit 50 Jahren ereilte den erfolgreichen Tennisspieler die Diagnose Parkinson, was mit zittrigen Muskeln, verlangsamten Bewegungsabläufen bis hin zu einer Bewegungslosigkeit verbunden sein kann. "Er hat innerhalb kürzester Zeit alles verloren und konnte sich nicht mehr vorwärts bewegen", erzählt Wolfgang Cyrol, Smovey-Master-Trainer und guter Freund von Salzwimmer. Ein schwerer Schlag für jemanden, dessen Lebensinhalt stets der Sport war.

"Der Salzhans wusste aber vom Tennisspielen, dass man sich durch Schwungbewegungen besser vorwärts bewegen kann", fährt Cyrol fort. "Er hat angefangen, Schläuche auf Tennisschläger zu binden, Saiten aus den Schlägern herauszuschneiden und die Schläuche mit Gewichten zu belasten." Als er mit seinen Erfindungen durch seinen Heimatort ging, hielten ihn viele für verrückt. "Er hat dann sechs Jahre lang getüftelt, bis er die Smoveys im heutigen Zustand entwickelt hat." Doch der Erfolg gibt ihm recht: Sein behandelnder Arzt ist begeistert über die gesundheitliche Stabilität seines Patienten.


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