Fahrradkauf

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Experte: Mag. Michael Mayrhofer
Aktualisiert am: 01.09.2011
Reifen und Pedale
Mit dem geeigneten Reifen macht das Rad fahren gleich doppelt soviel Spaß. Kein Wunder, entscheidet doch die Wahl des Reifens darüber, wie viel Rollwiderstand vorhanden ist. "Breitreifen rollen schwerer als Schmalspur-Pneus", so lautet eine einhellige Meinung. Das stimmt aber nicht, denn genau das Gegenteil ist der Fall. Prüfstandsversuche mit 32 und 47 Millimeter breiten Reifen ergaben bei einem Reifendruck von jeweils 4 Bar, dass die schmalere Version über vierzig Prozent mehr Kraftaufwand zur Überwindung des Rollwiderstands benötigte als ihr Gegenspieler. Warum? Bei gleichem Luftdruck rollen breitere Reifen leichter, weil sie weniger einfedern. Daher sind die Reifen der Radprofis "steinhart" und mit etwa 8 Bar aufgepumpt.
Wieviel Profil ist gut für Sie?
Reifen ohne Profil, sogenannte Slicks, haften auf Asphalt besser als Reifen mit einem Profil. Das Erstaunliche dabei: Das gilt auch auf nassen Fahrbahnen, dafür sorgt der um 400 Prozent höhere Anpressdruck als bei einem Autoreifen, wo Aquaplaning zum Alltag gehört.
Außerhalb des asphaltierten Terrains ist auf ein Profil allerdings nicht mehr zu verzichten. Ein guter Kompromiss sind in diesem Zusammenhang die sogenannten Semi-Slicks. Dieser Reifentyp ist eine Mischform zwischen profillosen Reifen und den Stollenreifen. Selbst für Mountainbiker ist dieser Reifen eine sinnvolle Alternative, vor allem dann, wenn die Semislicks über Forst- und harte Waldwege rollen. Begeben Sie sich aber in schlammiges oder sandiges Terrain, ist ein Stollendesign zu empfehlen.
Reifendruck
Der richtige Druck ist bei jedem Reifentypus entscheidend, denn ein zu niedriger Luftdruck erhöht nur unnötig den Rollwiderstand und macht zusätzlich das Reifengewebe mürbe. Den richtigen Reifendruck für ihr Fahrrad können Sie der Reifenflanke entnehmen.
Klickpedale nur für geübte Fahrradfahrer
Ein Helm ist obligatorisch, Fahrradhandschuhe schützen vor Blasen und spezielle Bike-Schuhe, die eine deutlich härtere Sohle haben als beispielsweise Laufschuhe, ermöglichen eine direkte und verlustfreie Kraftübertragung. Für geübte Fahrradfahrer sind Klickpedale zu empfehlen, mit denen Schuhe und Pedale fest verbunden werden können, so dass ein optimales Ausnutzen der gesamten Beinmuskulatur gewährleistet werden kann. Wer keine Erfahrung mit solchen Klickpedalen hat, sollte zunächst besser darauf verzichten, da mit ihnen auch die Sturzgefahr steigt. Für Einsteiger bieten sich Pedale an, die auf der einen Seite mit normalen (Rad-) Schuhen und auf der anderen Seite mit Klickverschlüssen benutzt werden können.
Wissenswertes
Das passende Fahrrad
Wir geben Ihnen Tipps, wie Sie das passende Fahrrad finden.
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