Reaktiv Training mit XCO's

Neuer Fitness-Trend für alle?

Ein Trainingsgerät für jeden

Reaktiv Walking, Running, Aerobic & Co

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Stellen Sie sich vor, es gäbe ein Fitness-Gerät, das sowohl für Untrainierte als auch für Leistungssportler optimal geeignet ist. Man könnte damit Indoor oder Outdoor trainieren und es überall hin mitnehmen. Damit ließe sich ebenso das Bindegewebe stärken wie Fett verbrennen, es zum Beispiel aber auch bei Schulterproblemen einsetzen. Schön wär's, meinen Sie? Nein, das gibt es bereits – und hört auf die drei Buchstaben XCO.

Von außen sehen die XCOs recht unscheinbar aus, als ich sie zum ersten Mal in die Hand nehme. Wie zwei kleine Hanteln mit Handschlaufen. Mit 640 Gramm sind sie wahrlich keine Schwergewichte. Doch wie so oft kommt es mal wieder auf die inneren Werte an.

Die beiden Aluminiumröhren sind zu zwei Drittel mit Granulat gefüllt. Bewegt man sie, entsteht ein Geräusch, das sich wie ein Rauschen anhört. "Das Schiefergranulat ist so konzipiert, dass es sich bei einer Bewegung langsam verkantet. Dadurch entsteht eine Abbremsbewegung und der Muskel spannt vor", erklärt mir Bernhard Koller, Sportwissenschafter und Trainer im Holmes Place Hütteldorf, die Funktionsweise der Geräte.

Reaktiv Training

Im Sport ist dies als reaktives Training bekannt. Darunter versteht man Übungen, bei denen ein Muskel erst stark gedehnt wird, bevor er sich kurz darauf sofort wieder intensiv zusammenzieht. Dadurch unterscheiden sich die XCOs von herkömmlichen Hanteln: "Wenn man mit einer Kurzhantel laufen geht, ist die komplette Armmuskulatur immer belastet. Mit den XCOs hat man hingegen ständig Anspannung – Entspannung. Der Muskel kann sich also immer wieder kurz entspannen", so der Sportwissenschafter.

Dieser Effekt, dass sich das Granulat in den Geräten zeitversetzt kontinuierlich aufstaut, wird als "reaktiver Impact" bezeichnet. Durch die Vorspannung hat man gleichzeitig auch einen Gelenkschutz – richtige Ausführung natürlich vorausgesetzt.

Man hört, ob man es richtig macht

Meine erste Trainingseinheit habe ich drinnen – im Fitnessstudio. Die XCOs lassen sich optimal bei Gymnastikübungen bzw. Übungen einsetzen, die man normalerweise mit Gewichten machen würde. Es dauert ein bisschen, bis ich den Dreh heraußen habe. Will man alles richtig machen, schwingt man die Arme beispielsweise wie beim Gehen – den einen Arm nach vorne, den anderen nach hinten. Dann muss man die Bewegung willentlich abstoppen und rasch die Arme in die Gegenrichtung führen. "Solange du das Rauschen hörst, machst du es richtig", erklärt mir der Personal-Trainer.

Training für das Bindegewebe

Das Gute: Während man mit gewöhnlichen Hanteln nur die oberflächliche Muskulatur trainiert, schafft man es mit diesen Trainingsgeräten, auch die Tiefenmuskulatur mitzutrainieren. "XCO steht für Xtreme Collagen", so Bernhard Koller. Denn die Bewegungen mit den XCOs gehen sehr tief – bis ins kollagene Bindegewebe. Darüber freuen sich besonders Frauen, denn das weibliche Geschlecht hat ja bekanntlich mehr Bindegewebe.