Reaktiv Training mit XCO's

Neuer Fitness-Trend für alle?

Ein Trainingsgerät für jeden

Reaktiv Walking, Running, Aerobic & Co

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Früher wurde nur eine große, schwerere XCO-Röhre eingesetzt, die man mit beiden Händen umfasste. "Da man nur beidhändig arbeiten konnte, war man ein bisschen übungseingeschränkt", erzählt Sportwissenschafter Bernhard Koller. Seit einiger Zeit gibt es nun eben auch die kleineren XCOs, die man ideal beim Walking, Laufen oder Indoor (Aerobic, am Laufband u.v.m.) verwenden kann.

Reaktiv Walking

Im Hotel & Spa Therme Laa hat sich mittlerweile ein eigenes Trainingszentrum entwickelt, in dem man den richtigen Umgang mit den XCOs lernen kann. Hotelgäste erhalten kostenlose Einheiten in "Reaktiv Walking" oder "Reaktiv Wirbelsäulengymnastik" oder trainieren am Reaktiv Pacours.

Mit Personal Trainerin Patrizia Thüringer lerne ich erstmals Reaktiv Walking bzw. Reaktiv Running kennen. Normalerweise zählt Laufen nicht zu meinen Lieblingssportarten, aber mit den XCOs macht es richtig Spaß. Beim Laufen fällt es mir zudem leichter als beim Walken, die Bewegung richtig zu machen.

Effektiveres Walken

"Das Besondere am Reaktiv Training ist, dass automatisch eine Ganzkörperspannung dabei ist und man mehr Kalorien verbraucht", erzählt mir Patrizia Thüringer. "Wenn ich normal joggen gehe und das Gerät dazu nehme, bin ich im optimalen Fettverbrennungs-Bereich." Eine deutsche Studie hat gezeigt, dass der Kalorienverbrauch beim Walking mit XCOs um 33 Prozent steigt und mehr Fett und Kohlenhydrate verbrannt werden.

Im Gegensatz zu Nordic-Walking-Stöcken, die manche einfach hinter sich herziehen, ist das Training wirklich effektiv. Dank Gürtel kann man die Geräte zum Laufen oder Walken mitnehmen und auch mal tragen, wenn es einem zu viel wird. Oder stehenbleiben und Körperübungen machen.

Reaktiv Aqua

Eine weitere Anwendungsmöglichkeit gibt es noch in der Therme Laa: Unter dem Namen "Reaktiv Aqua" werden die XCOs auch beim Aqua Aerobic eingesetzt. Hier kommen spezielle Geräte zum Einsatz, die abgedichtet wurden (normale Trainingsgeräte sollte man nicht unter Wasser verwenden). Unter Wasser ist es gar nicht so anstrengend. Ein Nachteil, den ich beim Ausprobieren allerdings festgestellt habe: Bei den Übungen unter Wasser fehlt zumeist die akustische Kontrolle, denn: Ich höre nicht, ob ich es richtig mache. Nur bei ganz kleinen, schnellen Bewegungen ist das mittlerweile vertraute Rauschen wieder da. Bei Übungen über Wasser hat man denselben Effekt wie an Land – wofür man aber nicht ins Wasser steigen müsste.

Ausprobieren

Wer die XCOs selber einmal testen will: Hotel- und Thermengäste in Laa können an Gratis-Reaktiv-Programmen mitmachen. Holmes Place Wien Hütteldorf wiederum will die Trainingsgeräte ab Herbst 2009 in XCO-Shape-Stunden einsetzen. Wer möchte, kann sich die Geräte aber auch im Fachhandel kaufen – die Version mit DVD-Anleitung, den XCOs für Walking, Running oder Aerobic und dem praktischen Gürtel kostet 129 Euro.

Nachbauen funktioniert übrigens nicht. "Sand beispielsweise verklumpt. Wenn du es mit einer Wasserflasche probierst, hast du das Abbremsen und die Verzögerung nicht", so Bernhard Koller. "Es steckt doch Know-how dahinter."