Sportverletzungen
Experte: Mag. Michael Mayrhofer
Aktualisiert am: 13.11.2008
Schnell handeln bei Sportverletzungen
Haben Sie sich beim Sport verletzt? Wenn Sie Ihre Wunden richtig versorgen, bleibt Ihnen der eine oder andere Gang zum Arzt erspart. Die unten angeführten Sportverletzungen sollen Ihnen einen kurzen Einblick geben und Sie zusätzlich darüber informieren, wie Sie sich selbst oder anderen helfen können.
Schürfwunden
Wirft Sie Ihr Rad vom Sattel, ist eine Schürfwunde nicht weit. Die Haut als lebenswichtiges Organ schützt Ihren Körper vor unangenehmen Krankheitserregern. Verletzungen der Haut zählen zu den häufigsten Sportverletzungen (Stürze, Kampfsportarten etc.). Prinzipiell besteht bei Schädigungen der Haut eine hohe Infektionsgefahr. Reinigen und desinfizieren Sie daher offene Wunden. Kleinere Schürfwunden heilen ohne Verband besser. Gerinnendes Blut verschließt die Verletzung und es entsteht eine Kruste. Nach wenigen Tagen ist Ihre Wunde verheilt. Das heißt: Pflasterverbot! Bei nässenden Wunden ist ein täglicher Verbandswechsel angesagt. Sollten sich Probleme beim Verheilungsprozess einstellen, müssen Sie Ihren nächstgelegenen Arzt aufsuchen.
Platzwunden
Sie steigen hoch zum Kopfballduell und stoßen mit Ihrem Gegenspieler schmerzhaft Kopf an Kopf zusammen. Das Ergebnis: Eine stark blutende Platzwunde zwingt Sie das Spielfeld zu verlassen. Platzwunden müssen wegen der Infektionsgefahr unbedingt sauber gehalten werden. Stoppen Sie die Blutung so schnell wie möglich. Lagern Sie das betroffene Körperteil hoch oder üben Sie Druck auf die betroffene Körperstelle aus. Ein Druckverband hilft bei stärkeren Blutungen bestens. Anschließend bleibt Ihnen der Gang ins Krankenhaus nicht erspart. Fleischwunden müssen mittels Nähen, Klammern oder Gewebekleber versorgt werden. Nach ein bis zwei Wochen können Sie den Fußballplatz erneut aufsuchen. Gehen Sie jedoch den ersten Kopfballduellen aus dem Weg.
Muskelverletzungen
Mehr als ein Drittel aller Sportverletzungen betreffen Ihren aktiven Bewegungsapparat (Muskeln). Diese treten zumeist am Übergang zwischen Muskelbauch und Sehne auf. Unzureichendes Aufwärmen, ein schlechter Trainingszustand, schnellkräftige Belastungen (Ballsportarten, Sprint etc.) führen häufig zu Verletzungen Ihrer Muskelfasern. Schnelles handeln ist bei einem Muskelfaserriss angesagt. Kühlen Sie die betroffene Stelle oder legen Sie einen Druckverband an. Der Grund: Umso weniger Blut in die "Muskellücke" einströmt, desto schneller ist Ihr Heilungsprozess. Unterschätzen Sie diese Verletzungen nicht. Ein beschwerdefreies Training ist oft möglich, obwohl die Heilung andauert. Überstürzen Sie daher nichts und gehen Sie es langsam an. Ihre Muskulatur wird es Ihnen danken.
Bänderriss
Wenn da mal nichts gerissen ist. Die häufigste Bandverletzung im Knie betrifft Ihr Innenband. Verantwortlich sind Gewalteinwirkungen auf Ihre Knieaußenseite oder Drehbewegungen (Sportarten mit Gegnerkontakt, Skifahren etc.). Diagnostiziert wird die Innenbandverletzung mittel "Valgusstresstest". Das heißt: Ist Ihr Knie instabil, müssen Sie mit einer Verletzung rechen. Dabei werden Ihre Beschwerden je nach abnormer Beweglichkeit in unterschiedliche Verletzungsgrade unterteilt. An Hand dieser orientiert sich die weitere Vorgehensweise (Therapieformen).
Aufgepasst: Kühlen Sie Ihr Knie so schnell als möglich.
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