Stress & Bewegung

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Aktualisiert am: 16.09.2011
Teil 1: Stress und Bewegung
Teil 2: Auswirkungen auf den Körper
Teil 3: Stressbewältigung
Teil 4: Sport hellt die Psyche auf
Teil 5: Service
Auswirkungen auf den Körper
Wer unter Stress steht, der steht unter Anspannung, der befindet sich in Alarmbereitschaft. Diesen Zustand mussten unsere Ahnen erreichen, um ihr Überleben in einer feindlichen Umwelt zu gewährleisten. Welche Vorgänge laufen dabei in unserem Körper ab?
- Die Pulsfrequenz wird erhöht. Der Blutdruck steigt, die Muskulatur wird besser durchblutet. Die Blutplättchen verkleben, um im Fall einer Verletzung die Wunde schneller schließen zu können.
- Der Blutzuckerspiegel steigt, Traubenzuckerreserven werden mobilisiert, die Muskulatur wird dadurch leistungsfähiger.
- Die Atemfrequenz wird erhöht, dadurch gelangt mehr Sauerstoff ins Gehirn, die Denkleistung verbessert sich, Entscheidungen können schneller und logischer getroffen werden.
- Durch die bessere Durchblutung des Gehirns werden unsere Gehirnzellen sogar soweit stimuliert, dass sie Synapsen (Verbindungen) aufbauen.
- Hormone werden ausgeschüttet: Adrenalin, Noradrenalin, Kortisol und Kortikosteron.
Unsere urzeitlichen Vorfahren entwickelten diese Reaktion, den so genannten "Fight-or-flight-Zustand", um blitzschnell entscheiden zu können, ob Fliehen oder Kämpfen die bessere Lösung darstellt. Flucht oder Kampf boten aber auch die nötigen Möglichkeiten, sich abzureagieren und den "normalen" körperlichen Zustand wieder herzustellen.
Wie reagiert man heutzutage auf Stress?
Wenn einem der Chef eine Rüge erteilt? Wenn einem die Straßenbahn vor der Nase davonfährt? Wenn einem der übervolle Terminkalender keine Zeit für Familie und Freizeit mehr lässt? Wenn die finanziellen oder privaten Probleme Überhand gewinnen? Sehr oft gar nicht. Entspannt wird von vielen Menschen vor dem Fernseher, im Lieblingssessel - oder gar nicht. Andere wieder bauen Stress durch Bewegung ab. Wenn man das "Fight-or-flight-Szenario" heranzieht, ist das eine logische Reaktion.
Besser verständlich wird Bewegung als Stressreduzierung, wenn man bedenkt, dass auch die Muskulatur bei Dauerstress einer ständigen Anspannung ausgesetzt ist. Langanhaltende Verspannungen, Schmerzen, Fehlhaltungen sind die Folge. Werden die Muskeln ständig angespannt, so werden dadurch auch die Blutgefäße regelrecht zusammengepresst, die Versorgung mit Blut und Nährstoffen lässt nach. Abfallstoffe können ebenfalls schlecht abtransportiert werden, die Muskulatur beginnt zu übersäuern. Die dadurch entstehenden Schmerzen werden schneller chronisch als man denkt.
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