Taping

Medical Taping © Physiotape
Aktualisiert am: 17.11.2008
Klebebänder statt Spritzen
Bunte, elastische Klebebänder statt Tabletten und Spritzen: Physiotherapeuten und Ärzte setzen Klebebänder erfolgreich bei Schmerzen und Verletzungen ein. Ein richtig angelegter Tape-Verband beugt auch Sportverletzungen vor. Vor allem Gelenke können mit Tapes stabilisiert und geschützt werden. Trotz Stabilität bleibt die Beweglichkeit erhalten.
Autorin: Rosi Dorudi
Panta rhei – alles fließt, das wusste schon der griechische Philosoph Heraklit über das Sein zu verkünden. Unseren Körper im Fluss und dadurch fit und gesund zu halten, erreichen wir durch viel Bewegung und genügend Sport. Doch falsch ausgeführte Übungen und einseitige Belastungen führen mit der Zeit zu schmerzhaften Verspannungen und zu langwierigen Verletzungen: Die Energie staut sich. Diese wieder zum Fließen zu bringen, ist das Grundprinzip der revolutionären Schmerztherapie Taping.
Wirkung kommt mit der Bewegung
Die atmungsaktiven und hautfreundlichen Klebebänder wirken erst durch Bewegung und sind wie ein behutsames Lifting. Sie fördern die Durchblutung und regen dadurch die körpereigenen Heilungskräfte an. Wer sich in letzter Zeit schon öfters über die bunten Muster auf den Körper von Sportlern gewundert hat, weiß jetzt: Es sind keine Tattoos, auch kein anderer neuer Körperschmuck, sondern Tapes. Weil sich der Sportler entweder schon verletzt hat oder sich davor schützen will.
Schmerzen im Stütz- und Bewegungsapparat sind meist muskulär bedingt und entstehen durch dauerhafte einseitige Belastungen: zum Beispiel durch eine schlechte Körperhaltung oder falsch ausgeführte Sportaktivitäten. Korrigiert man diese Haltungs- und Bewegungsfehler nicht, erhöht sich mit der Zeit der Druck auf die betroffenen Stellen. Dadurch wird die Durchblutung verringert und der Lymphabfluss gestoppt. Fazit: Wir haben Schmerzen und sind dadurch in unseren Bewegungen eingeschränkt. Das Nichtbewegen der schmerzenden Körperpartien führt allerdings dazu, dass sich an den betroffenen Stellen zusätzlich Stoffwechselgifte stauen, die den Heilungsprozess verzögern.
Wie ein Mikro-Lifting
Wurden solche Verletzungen bisher mithilfe von Medikamenten und Physiotherapien behandelt, vertrauen mittlerweile immer mehr Ärzte auf die neue Methode des Tapings. Das dehnbare Klebeband zieht bei jeder kleinen Bewegung an der Haut. Durch dieses behutsame Lifting wird das Gewebe sanft massiert und die Durchblutung angekurbelt. Die Tapes wirken direkt über die Haut auf die Schmerzrezeptoren und beschleunigen die Ausscheidung von Ödemflüssigkeit und Entzündungssekreten. Der Patient kann sich wieder ungehindert bewegen und den körpereigenen Heilungsprozess beschleunigen. Der Vorteil: Die stützenden Klebebänder können über mehrere Tage getragen werden, ohne ihre Wirkung zu verlieren.
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