Training mit Hirn
Aktualisiert am: 11.05.2009
Teil 1: Mit Minimalaufwand zur Top-Figur
Teil 2: Prinzipien der Belastung
Teil 3: Trainingsplan für Eilige
Prinzipien der Belastung
Wenn Sie den Trainingsreiz richtig setzen, zeigt sich schon nach einiger Zeit der gewünschte Effekt. Der Organismus hat sich auf die regelmäßige Belastung eingestellt und ein höheres Leistungs- und Funktionsniveau erreicht. Die bislang eingesetzten Trainingsreize verlieren nun aber nach und nach ihre Wirkung und sorgen bestenfalls dafür, das erreichte Niveau zu erhalten.
Für einen weiteren Fortschritt muss die Belastung nun aber steigen. In Abhängigkeit vom Trainingszustand müssen die Komponenten verändert werden. Dazu steigern Sie zunächst die Trainingshäufigkeit, danach den Umfang und zuletzt die Intensität.
Prinzip der periodisierten Belastung
Es braucht einen ständigen Wechsel zwischen Belastung und Entlastung, zwischen Umfang und Intensität, um das Trainingsjahr optimal zu nutzen. Von Vorteil ist es, Trainingsperioden einzusetzen.
So können Sie beispielsweise über den Winter, wenn es im Freien zu kalt ist, den Schwerpunkt auf das Kräftigungstraining legen. Zusätzlich können Sie Beweglichkeit und Koordination verbessern. Frühjahr und Sommer stehen im Zeichen der Ausdauer. Radfahren, Laufen und Schwimmen machen in der wärmeren Jahreszeit einfach mehr Spaß. Natürlich dürfen Sie nicht einseitig trainieren. Auch im Winter brauchen Sie Ausdauertraining, genauso wie im Sommer das Krafttraining.
Prinzip der wechselnden Belastung
Um dieses Prinzip richtig anzuwenden, muss man wissen, dass verschiedene Belastungsformen auf den Organismus unterschiedlich wirken. Außerdem regeneriert er sich je nach Belastungsart unterschiedlich rasch. Man spricht von Heterochronismus. So beansprucht Ausdauertraining vor allem die Energiespeicher des Muskels. Nach einem solchen Trainingsreiz braucht es eine bestimmte Zeit, bis sich diese Speicher wieder füllen. Wird inzwischen eine Belastungsform gewählt, die ein anderes Funktionsgefüge benötigt, etwa ein Muskelaufbautraining, dann ist der Organismus belastbarer als bei der Wiederholung einer gleich gearteten Übung.
Wechseln sollten Sie darüber hinaus auch die Arbeitsweisen Ihres Trainings. Trainieren Sie keinesfalls immer das Gleiche! Variieren Sie Länge, Intensität, Methode sowie Belastungsdichte und versuchen Sie auf diese Weise, eine möglichst große Spannweite zu erzielen. Ihre Leistungsfähigkeit können Sie auch durch andere Sportarten erhöhen.
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