Typische Trainingsfehler

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Aktualisiert am: 22.03.2010
Noch mehr Trainingsfehler
Um einen Waschbrettbauch zu bekommen, braucht man nur regelmäßig Bauchübungen zu machen, oder? Falsch! Wir klären Sie über weitere weitverbreitete Irrtümer im Fitness-Bereich auf.
8) Crunches trainieren den ganzen Bauch.
Nicht unbedingt. Der Klassiker unter den Bauchübungen (Rückenlage, Beine aufstellen, Hände hinter den Kopf, oberen Schulterbereich heben) wird gerne falsch trainiert und formt dann nur den Oberbauch, der meist nicht das Problem ist. "Wenn sich auch bei den unteren Bauchmuskeln etwas tun soll, muss man zusätzlich den Nabel in Richtung Wirbelsäule ziehen und das Becken leicht nach oben kippen", so Biritz. Tipp: Nur, wenn Ihre flache Hand nicht zwischen Rücken und Matte passt, liegen Sie richtig.
9) Für Bauchmuskeln reicht Bauchtraining.
Stimmt nicht. Biritz: "Wird der Rücken nicht mittrainiert, drohen Verspannungen. Damit die Wirbelsäule gerade bleibt, muss nämlich von beiden Seiten der richtige Zug kommen."
10) Der Waschbrettbauch ist das Ergebnis eifrigen Trainings.
Leider nicht. Nur bei einem außergewöhnlich niedrigen Fettanteil zeigt sich ein Waschbrettbauch. Und Fett lässt sich durch Muskeln nicht automatisch verdrängen.
11) Problemzonen schwinden mit speziellen Übungen.
Leider auch falsch. Durch Problemzonentraining kann man gezielt Muskeln aufbauen, aber nicht das Fettverteilungsmuster ändern. Ein Po-Workout macht den Allerwertesten proportional zum Rest des Körpers also nicht kleiner, sehr wohl aber fester.
12) Für die Rückenmuskulatur ist Gerätetraining der Königsweg.
Stimmt nicht. "Es bilden sich auf diese Art zwar schnell (sichtbare) Muskeln, die tiefe Muskulatur wird dabei jedoch nicht mittrainiert. Die ist aber entscheidend, wenn es um eine gute Körperhaltung und einen schmerzlosen Rücken geht", weiß Biritz und empfiehlt deshalb, "gleichzeitig die Kraft und Balance zu trainieren. Das gelingt mit einem einfachen Hanteltraining, aber auf dem MFT-Board."
13) Wer Muskeln aufbauen will, muss wenige Wiederholungen bei starker Belastung machen.
Stimmt nicht unbedingt. Auch viele Wiederholungen mit geringeren Gewichten führen zum Ziel. "Hauptsache, Sie machen die Übung so lange, bis Sie nicht mehr können", erklärt Personal-Trainerin Iris Floimayr-Dichtl. Viele Wiederholungen mit geringerer Belastung trainieren zusätzlich die Ausdauer.
14) Der Muskelkater beweist: Das Training war wirksam.
Nicht zwangsweise. "Sind die Beschwerden am nächsten Tag so stark, dass man nicht mehr aus dem Sessel kommt, ist das ein Zeichen der Überlastung", sagt die Sportwissenschafterin.
15) Man kann nicht zu viel trainieren.
Falsch. "Nur, wenn der Körper sich regenerieren kann, ist eine Leistungssteigerung möglich", so Floimayr-Dichtl. Für Anfänger und mäßig Fortgeschrittene gilt daher: maximal zwei- bis dreimal wöchentlich trainieren.
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