Übertraining

Aktualisiert am: 02.08.2005

Übertraining - auch für Hobbysportler ein Thema!

Übertraining ist nicht nur im Profisport ein Thema. Die Praxis zeigt, dass gerade der ambitionierte Hobbysportler vor dieser Krankheit nicht gefeilt ist. Bei dieser Zielgruppe treten durch fehlende Unterstützung von Medizinern und Trainern immer wieder "klassische" Fehler im Trainingsprozess auf.

Bei Übertraining handelt es sich um einen mindestens ca. zwei Wochen anhaltenden Leistungsabfall ohne nachweisbare organisch krankhafte Ursachen. Typisch ist aber immer ein primär unerklärlicher Leistungsabfall mit schneller Ermüdbarkeit und verzögerter Regeneration.

Was sind die ersten Anzeichen eines Übertrainings?

Warnsymptome sind eine Verschlechterung der Leistungsfähigkeit bzw. der Technik mit verzögerter Erholung im Training und das Auftreten von Befindlichkeitsstörungen wie das Gefühl einer schweren Arbeitsmuskulatur und Schlafstörungen.

Übertraining - Was sind die Ursachen?

Häufigste Ursache für einen Übertrainingszustand sind über einen längeren Zeitraum wiederholt absolvierte hohe Trainingsintensitäten, insbesondere im anaerob-laktaziden oder hochintensiven Ausdauerbereich. Hohe, innerhalb kurzer Zeit angestiegene Trainingsumfänge oder zu häufige Wettkämpfe können ebenfalls ein Übertraining auslösen. Ständig monotone Belastungen sind problematischer als unterschiedliche Belastungsarten.

Die Ursache liegt also immer in einem Ungleichgewicht zwischen Belastung und Erholung. Beherzigen Sie also das wichtige Trainingsprinzip von Belastung und Entlastung. Ebenfalls spielen auch noch zusätzliche Stressfaktoren wie Prüfungssituationen, Beziehungsprobleme usw. eine nicht unterschätzbare Rolle.

Was kann man bei Übertraining tun?

Die einzig wirksame Therapie ist die Ausschaltung der Ursachen! Trainingsintensität und -umfang müssen deutlich reduziert werden; eventuell sogar bis hin zur Trainingspause. Es empfiehlt sich auch ein zwischenzeitlicher Wechsel zu anderen Sportarten ohne leistungsorientiertes Ziel. Die völlige Genesung kann mehrere Wochen bis Monate dauern.

Bei Auftreten der oben beschriebenen Symptome unbedingt einen Arzt aufsuchen!


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