Wie Yoga heilt – gesund und beschwerdefrei dank Yogatherapie

Spricht man über Yoga, so kommen Menschen, die weniger vertraut sind mit Yoga, meist akrobatische oder sehr beweglichkeitsorientierte Positionen in den Sinn. Dabei ist Yoga viel mehr als eine bestimmte Körperhaltung oder Akrobatik. Besonders sehr sanfte Stile wie die Yogatherapie heben sich deutlich von diesen Vorstellungen ab.

Sie legen den Schwerpunkt auf Leichtigkeit und fließende Bewegungen und sind dabei auch noch wirkungsvoll. Ob auf der Yogamatte, einem Teppich, einer weichen Sportmatte oder auf dem Rasen im Garten – sanfte Yoga-Übungen (von Yogis „Asanas“ genannt) lassen sich fast überall ausführen.  

Einfach atmen

Wichtig dabei ist, bei jeder der Übungen auf eine bewusste, kontrollierte Atmung zu achten. Eine Atmung, die die sanften Bewegungen koordiniert und unterstützt. So atmet man sich in die Positionen und spürt, wie man mit jeder Ausatmung noch tiefer in die Übung und damit in die Entspannung sinkt. Schlussendlich geht es weniger darum, sehr beweglich zu werden, sondern vielmehr darum, Körper, Geist und Seele miteinander zu verbinden.

Die Folgen bei regelmäßiger Praxis sind eine wunderbare geistige Klarheit, eine angenehme, spürbare körperliche Mobilisation, besonders der Wirbelsäule, und eine herrliche innere Ruhe. Yoga steht also dafür, dass Atem auf Bewegung trifft und beide sich verbinden, während gleichzeitig Konzentration und Körperwahrnehmung gefördert werden. Durch das Meditieren während der Übungen kommt schließlich auch der Geist zur Ruhe. 

 

Die Vorteile der Yogatherapie

Sanfte, mobilisierende und kräftigende Bewegungsabläufe und Körperhaltungen (Asanas), Atemübungen (Pranayamas) und Meditation können sich nachgewiesenermaßen äußerst positiv auf unsere Gesundheit auswirken. So können von Yogatherapeuten zusammengestellte individuelle Übungsprogramme auch bei chronischen Erkrankungen und Leiden – von Hüft-  und Kniearthrosen, Reizdarm, Krebserkrankungen über Depressionen, Burn-out, Schlafstörungen, Übergewicht, Blasensenkung, Verdauungsbeschwerden bis hin zu Rückenschmerzen – spürbare Linderung schaffen.

Wichtig ist dabei allerdings, dass Sie sich bei bestehenden Beschwerden an einen gut ausgebildeten Fachmann bzw. Fachfrau der Yogatherapie wenden, denn auch beim Yoga ist ein fundiertes Know-how wesentlich. Yogatherapie unterscheidet sich deutlich von anderen Yogastilen und bedarf großen anatomischen Wissens seitens des Therapeuten. 

Richtig angeleitet und ausgeführt kann Yogatherapie vieles ermöglichen, wie beispielsweise:

• eine bessere Körperwahrnehmung

• eine verbesserte Körperhaltung und Gelenksfunktionen

• mehr Muskelkraft, Beweglichkeit, Koordinationsfähigkeit und Balance

• eine Linderung von Schmerzen und Beschwerden 

• einen gesteigerten Lymphfluss

• eine regulierte Verdauung

• die Regulation des Körpergewichts

• eine Stärkung des Immunsystems

• das Heben der Laune sowie das Herbeiführen von Ausgeglichen- und Gelassenheit

• eine Reduktion des Blutdrucks

• eine Senkung des Blutzuckers

• eine Reduktion von Stress, An- und Verspannungen 

• eine verbesserte Atmung

Wenn das keine guten Gründe sind, um mit sanftem Yoga zu beginnen?

 

Quellen:

Heilkunst Yoga. Yogatherapie heute von Imogen Dalmann und Martin Soder

Yogatherapie und ganzheitliche Medizin von Remo Rittiner und Dr. Ingfried Hobert

Besser leben mit Yoga von Sivananda Yoga Vedanta Zentrum

Yoga-Faszien-Training von Katharina Brinkmann