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Experte: Mag. Michael Mayrhofer

Aktualisiert am: 21.08.2006

Windsurfen: Der Wind weht, das Wasser schreit

Adrenalin pur, Freiheit und Naturverbundenheit zeichnen Windsurfen aus. Hohe Wellen und starker Wind sind eine wahre Herausforderung für alle Surffreunde. Der Kampf gegen die Wellen und die Kraft des Windes bringt Sie an Ihre Grenzen des Risikos und der Geschwindigkeit. Nehmen Sie Ihr Surfbrett bzw. Ihr Segel in die Hand und fassen Sie Mut. Das Abenteuer kann beginnen.

Geschichte

Windsurfen entstand aus der Sportart Wellenreiten. Um dem mühsamen Paddeln aus dem Weg zu gehen, machte man sich die Kraft des Windes zunutzen. Der Amerikaner Jim Drake begab sich mit seinem Windsurfer 1967 zum ersten Mal auf das Wasser. Vor Ihm spielten bereits andere mit der Idee, ein Surfbrett mit einem Segel zu verbinden. Die entscheidende Idee hatte jedoch der Amerikaner. Dieser verband Brett und Segel mit einem Kardangelenk. Mit Hilfe neuwertiger Materialien verbesserte er Surfbrett und Segel. Eine neue Sportart war geboren. Surfen wurde zur Trendsportart und hat sich weltweit etabliert.

Was ist Windsurfen?

Windsurfen (früher auch Brett- bzw. Stehsegeln genannt) ist eine Wassersportart. Auf einem Surfbrett stehend bewegen Sie sich mit einem Segel fort. Dieses ist frei beweglich mit Ihrem Brett verbunden. Spektakuläre Manöver, Tricks und Sprünge stehen beim geübten Surfer an der Tagesordnung.

Material und Zubehör

Surfen fasziniert groß und klein. Verschiedenste Berufs- und Altersgruppen haben an dieser Sportart gefallen gefunden. Sie auch? Gehen Sie in Ihren nächstgelegenen Surfshop und besorgen Sie sich die unten angeführten Artikel:

  • Surfbrett: Der stromlinienförmige Schwimmkörper, das Surfbrett, richtet sich nach dem Gewicht und Können des Sportlers. Das Volumen des Brettes liegt meist zwischen 50 und mehreren 100 Litern. Die Brettlänge beträgt 2 m bis 3,5 m. Die Breite liegt zwischen 50 cm bis 125 cm. Leichte und sehr steife Materialien (Carbon, Verbundsstoffe etc.) ermöglichen es mittlerweile leichte Surfbretter (ca. 7kg) zu konstruieren. Tipp: Anfänger sollten ein Brett mit möglichst viel Auftrieb und damit Volumen wählen, um nicht gleich ins frische Nass zu fallen.
  • Rigg: Der Mastfuß ist am Surfbrett über den „Powerjoint“ (freibewegliche Verbindung) mit dem Rigg verbunden. Das Rigg setzt sich aus einem biegefähigen Mast, einem Gabelbaum zum Festhalten und dem Segel zusammen.
  • Der Mast: Der aus Glasfasergewebe bestehende Mast wird gelegentlich mit Carbon verstärkt. Der Grund: Gewichtsersparnis und ein geringerer Kraftaufwand beim führen des Segels sind die Folge. Die Kennzahl IMCS (Indexed Mast Check System) steht für die Masthärte und –steifigkeit. Je niedriger der Wert, desto weicher der Mast. Die Länge der Masten beträgt zwischen 360 cm bis 580 cm.
  • Der Gabelbaum: Der Gabelbaum besteht aus Aluminiumrohren oder Carbon. Dieser dient zum Spannen des Segels und als Griff (Bindeglied zwischen Mast und Segel) für den Sportler. Die Länge des Gabelbaumes ist individuell verstellbar. So können Sie Ihr Segel optimal abstimmen.
  • Das Segel: Das moderne Windsurfsegel besteht aus Monofilm (durchsichtige PVC-Folie), Dacron (gewebtes Polyester) und Mylar. Die sensibleren Teile des Segels werden mit Kevlar-Gewebe verstärkt. Die Fläche des Segels liegt zwischen 1,5 m² für Kinder und über 12,5 m² für leistungsorientierte Surfer. Weiters müssen das Körpergewicht, das Können und die Windstärke berücksichtigt werden.

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