Yin Yoga – Gesund und entspannt dank sanfter Dehnungen

Vielleicht haben Sie schon von Yin Yoga gehört oder gelesen. Falls nicht, wird es höchste Zeit. Yin Yoga ist ein ruhiger Übungsstil, welcher im Gegensatz zu anderen Yogastilen, wie beispielsweise Ashtanga, Vinyasa oder Bikram Yoga, nicht aktiv und kraftvoll ausgeführt wird, sondern statisch und eher passiv orientiert ist.

Bekannt wurde dieser Stil durch Paul Grilley, welcher damals einen Ausgleich zu den sehr aktiven Yogastilen suchte und feststellte, dass er mit dieser ruhigen Technik und ihren dennoch tief gehenden Dehnungen zu mehr innerer Ruhe, Ausgeglichenheit und Beweglichkeit fand. 

Was ist das Besondere an diesem Yogastil?

Im Vergleich zu anderen Stilen ist Yin Yoga passiv orientiert und eine stille Praxis. Man geht nicht aktiv und mit voller Kraft in eine Position, sondern passiv, d. h. ohne Muskelanspannung, und hält die Stellung dafür wesentlich länger. So kann es sein, dass eine Körperhaltung (Asana) schon mal gute drei bis fünf Minuten ohne eine sonstige Bewegung gehalten wird. So wirkt es auf die tief liegenden Binde-, Faszien- und Bändergewebe. Dabei werden auch die Gelenke mobilisiert.

Im Unterschied zu anderen Yogastilen wird außerdem vielfach mit gebeugter, sprich gerundeter Wirbelsäule praktiziert, während diese in anderen Stilen gerade gehalten wird. Yin Yoga berücksichtigt aber nicht nur die Anatomie, sondern auch die Meridiane des Körpers, weshalb es in Kombination mit einer bewussten, tiefen Atmung zu innerer Ruhe, Entspannung, Ausgeglichenheit und Energie führt und mental stärkt. Damit ist es ideal zur Stressreduktion wie auch zur Regeneration geeignet.

Die Asanas

Viele der Übungen finden im Sitzen oder im Liegen statt. Außerdem werden viele Hilfsmittel wie Decken, Rollen, Kissen, Yoga-Blöcke und Gurte verwendet, um die Positionen zu unterstützen, insbesondere dann, wenn die Beweglichkeit noch nicht stark ausgeprägt ist. So gestalten sich die lang gehaltenen Positionen angenehmer.

Das Prinzip von Yin und Yang

Yin und Yang bilden eine Einheit, weshalb es Sinn macht, nicht nur Yang-lastige Yogastile zu praktizieren, sondern auch Yin-Einheiten dazwischenzustreuen, um für Ausgleich zu sorgen. Yin steht für die weibliche Seite, den Mond, und gilt als schwarz und kalt, während Yang die männliche Seite repräsentiert, die Sonne, hell und warm.

Yin zugeordnet werden Organe wie Herz, Milz, Leber, Lunge und Nieren, während Gallenblase, Magen, Dünn- und Dickdarm sowie Blase für Yang stehen. Yang braucht Yin und Yin braucht Yang. Sind beide im Einklang, entstehen Harmonie und Balance. 

Es geht also nicht darum, was von beidem besser ist, sondern vielmehr um den Ausgleich und das bewusste Harmonisieren. 

Gerade in unserer modernen, schnelllebigen und oft hektischen Welt ist Yin Yoga etwas, das sich sehr gut zum Herunterkommen und Ausgleichen eignet. Es macht uns wieder geschmeidiger und beweglicher, lindert leichte Beschwerden wie Rückenschmerzen und sorgt für neue, frische Energie. 

Am besten erlernen Sie Yin Yoga durch einen Yogalehrer, welcher in diesem Stil ausgebildet wurde. Falls Sie kein Yogastudio in Ihrer Nähe haben, welches Yin Yoga anbietet, können neben Yin-Yoga-Büchern auch fundierte DVDs und Videos eine Hilfe sein. Unsere Tipps dafür finden Sie in den weiterführenden Links.

 

Weiterführende Links:

Yin Yoga Buch

Yin Yoga für Anfänger gegen Erschöpfung

Yin Yoga für die Wirbelsäule