Yoga & Ausdauersport
Aktualisiert am: 09.08.2007
Teil 1: Gegensätze entdecken einander als harmonische Partner
Teil 2: Yoga als ideale Ergänzung
Teil 3: Mehr als körperliche Ertüchtigung
Gegensätze entdecken einander als harmonische Partner
Der Boom der klassischen Ausdauersportarten, wie z.B. Laufen oder Radfahren, ist weiterhin ungebrochen. Gleichzeitig nimmt neben der körperlichen Fitness die mentale und seelische Gesundheit einen immer höheren Stellenwert ein. Scheinbar gegensätzliche Pole verschmelzen im Zuge dieser Entwicklung zu einer ganzheitlichen und sinnvollen Symbiose – Yoga und Ausdauersport entdecken einander als ergänzende und harmonische Partner.
Text von Birgit Pöltl E-RYT & Marcus Schmauss – Dipl. Body Vitaltrainer
www.yoga-austria.info
Die klassische Trainingslehre unterteilt in die konditionellen Grundfähigkeiten Ausdauer, Kraft, Koordination, Schnelligkeit und Beweglichkeit. Im Rahmen von Ausdauersportarten kommen hierbei der Ausdauer und Kraft besondere Bedeutung zu.
Einfach ausgedrückt: Möchte ich nach einem harten Bürotag eine Runde joggen gehen, interessiert mich primär, wie lange und wie schnell ich laufen kann, bis ich die Belastung wieder abbrechen muss, und ob meine Muskulatur für eine längere Belastung auch stark genug ist. Von mäßigem Interesse sind für den Hobbyläufer hingegen die Schrittfrequenz pro Minute (zyklische Frequenzschnelligkeit), die Fähigkeit, fein abgestimmte, anspruchsvolle Bewegungen durchzuführen (Koordination) und die Fähigkeit, einen möglichst großen Bewegungsradius zu realisieren (Beweglichkeit). Hinzu kommt außerdem, dass die meisten Ausdauersportarten einen Schwerpunkt auf die unteren Extremitäten legen und die Oberkörpermuskulatur tendenziell vernachlässigen.
Einseitige Belastung bei klassischen Ausdauersportarten
Die Folge: Viele Hobbyläufer verbessern – ausgerüstet mit Pulsuhren und eventuell sogar auf Basis einer exakten Laktatmessung – ihre aerobe Ausdauer, ihren Fettstoffwechsel und ihre maximale Sauerstoffaufnahmefähigkeit. Jedoch kämpfen viele aufgrund einseitiger Belastungen mit muskulären Dysbalancen und Muskelverkürzungen oder weisen sogar schwere Defizite im Bereich der Koordination auf. Zudem spielt auch die Psyche bei Hobbyläufern im Rahmen der Trainingsplanung eine untergeordnete Rolle.
Schon alleine vom streng "westlichen", vermessungsorientierten Standpunkt der Trainingslehre ist Yoga daher eine ideale Ergänzung zum Laufsport bzw. zum Ausdauertraining.
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