Allergien

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Aktualisiert am: 18.05.2010
Achtung reizend!
Pollenallergikern vermiest der Frühling das Dasein. Eine Überreaktion auf Insektengift macht den Sommer zur ungeliebten Jahreszeit. Hausstaubmilben- Allergiker leiden besonders im Winter und andere Betroffene überhaupt ganzjährig: Immer öfter bringen das Immunsystem harmlose Dinge völlig aus dem Häuschen. Die gute Nachricht: Allergiker haben die Zeit auf ihrer Seite.
Autorin: Andrea Krieger
Erkennt man Sie derzeit kaum ohne Taschentuch im Gesicht? Ist Ihre häufigste Wortspende ein herzhaftes "Had-schi"? Rinnt Ihre Nase mit einer Konsequenz, die Sie sonst gerne hätten und sind die Augen so rot wie unmittelbar nach dem Ansehen des Filmklassikers "Casablanca"? Dann willkommen im Club der Allergiker: Betroffen ist jeder fünfte Österreicher und bald wird es jeder vierte sein. Damit nicht genug, werden die Symptome immer stärker und die Asthmahäufigkeit nimmt zu.
Gründe für die Zunahme von Allergien
Dass immer mehr Menschen von Heuschnupfen & Co betroffen sind, hat vielerlei Gründe. Die neuesten Erkenntnisse: "Zu viel Hygiene kann schaden. Speziell in den ersten Lebenswochen und Monaten spielt dieser Aspekt eine große Rolle", sagt Friedrich Horak vom Allergiezentrum Wien West. Pollenexperte Siegfried Jäger wiederum macht den Rückgang der Infektionskrankheiten mitverantwortlich. "Wenn das Immunsystem unterbeschäftigt ist, weil es keine Infektionskrankheiten bekämpfen muss, sucht es sich später unter Umständen einen Feind, der keiner ist", erklärt Jäger. Aber natürlich spielen auch die Gene, besonders die der Mutter, eine Rolle. Ebenso die Lebensweise, die wiederum den Zustand des Immunsystems beeinflusst.
Die häufigsten Allergien
An der Spitze der Allergien-Hitliste steht die derzeit hochaktuelle Pollenallergie, wobei sich zu der Überempfindlichkeits-"Klassikern" wie Birke, Hasel, Erle und Gräser mittlerweile auch Newcomer wie das aus Amerika eingeschleppte Traubenkraut (Ragweed) und die Esche hinzugesellen. Auf Platz zwei rangiert die Allergie gegen Hausstaubmilben gefolgt von jener gegen Tierhaare, Schimmelpilze, Insektengift, Latex oder bestimmte Nahrungsmittel.
Langzeitfolgen
Für alle gilt: Das Problem tapfer zu ertragen ist zu riskant. Wer eine Allergie nicht behandelt, riskiert langfristig Asthma zu bekommen. Abgesehen davon bleibt es oft nicht bei einem Auslöser. Ist das Immunsystem einmal in Aufruhr, gesellen sich leicht weitere Empfindlichkeiten hinzu. So können Latexallergiker auch auf exotische Früchte mit einem juckenden Ausschlag reagieren. Man spricht in diesem Fall von "Kreuzallergien".
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