Augenoperationen
Autorin: Mag. Beatrix Aigner-Köfinger
Aktualisiert am: 09.03.2009
Teil 1: Laser korrigiert Fehlsichtigkeit
Teil 2: Verschiedene Laserverfahren
Teil 3: Voraussetzungen und Risiken
Teil 4: Situation in Österreich
Teil 5: Links
Laser korrigiert Fehlsichtigkeit
Wer eine Brille tragen muss, hat diese sicher schon verflucht. Sie stört beim Sport, die Gläser beschlagen und das Gesichtsfeld ist eingeschränkt. Als Alternative stehen Kontaktlinsen zur Verfügung. Diese bringen andere Nachteile mit sich und werden nicht immer gut vertragen. Eine dauerhafte Korrektur von Fehlsichtigkeit durch eine Laser-Operation klingt da vielversprechend – vor allem bei Kurzsichtigkeit.
Seit rund 20 Jahren können Fehlsichtigkeiten mit dem Laser korrigiert werden. Die Methoden der Refraktiven Chirurgie, darunter fallen alle operativen Eingriffe zur Korrektur von Fehlsichtigkeit, wurden über die Jahre immer mehr verfeinert. Die operative Korrektur einer Sehschwäche ist aber wie jede Operation mit Risiken verbunden. Wer sich mit seiner Brille wohlfühlt oder mit Kontaktlinsen gut zurechtkommt, hat keinen Grund, sich operieren zu lassen.
Für Beatrix Neumaier-Ammerer, die als Augenärztin in der Krankenanstalt Rudolfstiftung tätig ist, spielt bei der Entscheidung für eine Operation der Leidensdruck eine maßgebliche Rolle: "Patienten mit fünf oder sechs Dioptrien sehen in der Früh nicht einmal den Wecker." Bei dieser Gruppe beobachtet die Ärztin ein besonders großes Glücksgefühl, wenn der Eingriff gut über die Bühne gehe.
Bei extremer Fehlsichtigkeit kommt hinzu, dass eine Brille diese nicht komplett ausgleichen kann. Am Rand verzerrte Bilder sind die Folge. Wenn dann auch Kontaktlinsen nicht vertragen werden, wächst der Wunsch nach einer Operation. Oft ist es aber die Aussicht, durch einen kurzen und relativ schmerzlosen Eingriff wieder normalsichtig zu werden, die Menschen in Krankenhäuser und Augenlaserzentren lockt.
Funktionsweise des Auges
Meist liegt der Grund für eine Sehschwäche in einem zu großen oder zu kleinen Augapfel. Als Erklärung dient das optische System des Auges, das aus Hornhaut, Linse und Glaskörper besteht. Wir sehen scharf, wenn ankommende Lichtstrahlen so abgelenkt werden, dass sie in einem Brennpunkt zusammentreffen, der genau auf der Netzhaut liegt. Diese Ablenkung nennt man Brechung. Liegt dieser Brennpunkt nicht genau auf der Netzhaut, sondern davor oder dahinter, spricht man von einem Brechungsfehler bzw. Fehlsichtigkeit. Diese äußert sich in Kurzsichtigkeit oder Weitsichtigkeit.
Das Ziel ist, das Brechkraftproblem durch einen Eingriff am Auge zu korrigieren. Laserstrahlen verändern die Hornhaut so, dass das Licht wieder korrekt auf die Hornhaut trifft. Bei Kurzsichtigen (95 Prozent der Fälle) wird dafür in der Mitte ein Stück Hornhaut entfernt, bei Weitsichtigen (fünf Prozent) mehr am Rand der Hornhaut.
Qualität und Seriosität
Die Entscheidung für eine Sehkorrektur sollte erst nach einer ausführlichen Beratung durch einen seriösen Arzt fallen. Es ist kein gutes Zeichen, wenn dieser mögliche Risiken unerwähnt lässt. "Arzt oder Ärztin sind dem Patienten bestmögliche Aufklärung schuldig", sagt auch die Augenärztin Neumaier-Ammerer. Für sie gehören Voruntersuchung und Beratung zur Operation, die schlussendlich nur fünf bis zehn Minuten pro Auge dauert.
Weitere Beurteilungsfaktoren sind die Operationsroutine des Arztes und die Erfolgsquote der Klinik. Von einem Operationserfolg spricht man gemäß den Richtlinien der Kommission für Refraktive Chirurgie (KRC), wenn die Restfehlsichtigkeit nach dem Eingriff nicht mehr als +/- 0,5 Dioptrien (dpt) beträgt. Bei bis zu zehn Prozent der Patienten kann eine Nachkorrektor notwendig sein.
ARTIKEL KOMMENTIEREN
Neuen Kommentar verfassen
URLAUBSANGEBOTE
Vatertags-Special im Thermenhotel PuchasPlus in Stegersbach: 2 ÜN mit Frühstück, Thermeneintritt, Freibier und Grammelpoga- tschen für den Papa u.v.m.
um 154 € p. P.
Alle Angebote
Schnäppchen




alltagz
delicious
digg
favoriten.de
icio
linkarena
misterwong
oneview
reddit
technorati
weblinkr
webnews
yigg







