Auswahlkriterien

Aktualisiert am: 30.05.2006

Die Qual der Wahl

Ein bestmögliches Verhütungsmittel soll zuverlässig, unschädlich, einfach anwendbar und billig sein. Jede Methode hat aber ihre Stärken und Schwächen. Was unschädlich ist, kann nervig in der Handhabung sein, was sicher ist, kann mit körperlichen Nebenwirkungen verbunden sein. Ohne Zugeständnisse geht es also nicht.

Welche Auswirkungen und gegebenenfalls Symptome eine Methode bei einer Frau hervorruft, hängt von ihrem körperlichen Allgemeinzustand und zum Teil auch von der Genauigkeit der Anwendung ab.

Bei der Auswahl der am besten geeigneten Verhütungsmethode spielen verschiedene Faktoren eine Rolle. Folgende Überlegungen sollte man berücksichtigen:

  • die monatlichen Kosten,
  • das mögliche Gesundheitsrisiko,
  • wie stark der Partner miteinbezogen werden soll,
  • die Häufigkeit des Verkehrs,
  • ob Sie in einer festen Beziehung leben,
  • wie viel Zeit und Aufmerksamkeit Sie der Verhütung widmen möchten und
  • ob Sie eher vergesslich oder diszipliniert ist.

Das Risiko

Entscheidend für die meisten Frauen ist die Sicherheit einer Methode, gemessen nach dem so genannten Pearl-Index (PI).

Das ist sozusagen die "Versagerquote", also die Durchschnittszahl der Frauen, die ungewollt schwanger werden, wenn hundert Paare ein Jahr lang mit diesem Mittel verhüten. Die Sterilisation z. B. schneidet mit einem PI von 0,1 (von tausend Frauen wird im Laufe eines Jahres eine schwanger) in punkto Sicherheit am besten ab.

Empfängnisverhütung entspringt dem Wunsch, einen verantwortungsvollen, selbstbestimmten Umgang mit der Sexualität zu ermöglichen. Der Zeitpunkt, wann oder ob überhaupt ein Kind zur Welt kommen soll, kann auf die eigenen Lebensumstände abgestimmt werden. Verhütung ist aber immer noch vorwiegend Frauensache. Dabei verdrängen Männer, dass die Geburt eines ungeplanten Kindes auch für sie nicht folgenlos bleibt. Heutzutage haben Frauen die Wahl unter einer Vielzahl verschiedener Methoden, um eine Schwangerschaft zu vermeiden. Obwohl die Forschung erfinderisch ist und immer neue, effektivere Verhütungsmittel entwickelt, gibt es das ideale Mittel für alle Frauen und jede Lebenssituation leider (noch) nicht.


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maxerl ARTIKEL KOMMENTIEREN
Zu diesem Artikel gibt es 1 Kommentar(e).
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striche
Auswahlkriterien  von Eine Leserin (Gast)
16:03 24.07.2009
Die Anzahl ungewollter Schwangerschaften in Österreich ist höher als man glauben möchte! Moderne Verhütungsmittel geben Frau heute die Möglichkeit sich vom täglichen Zwang der Tabletteneinnahme und der Gefahr des Vergessens zu befreien. Leider greifen gerade für junge Mädchen viele Gynäkologen immer noch hauptsächlich zur klassischen Pille, obwohl der Fortschritt deutlich bessere Alternativen mit sich gebracht hat.......
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