Bei Kindern
Aktualisiert am: 30.05.2006
Teil 1: Zahnspangen und Co.
Teil 2: Herausnehmbare Zahnspangen
Teil 3: Vor- und Nachteile
Teil 4: Verwendung
Teil 5: Festsitzende Regulierungen
Teil 6: Vorbereiten und Einsetzen
Teil 7: Vor- und Nachteile
Vorbereiten und Einsetzen
Bevor mit einer festsitzenden Zahnspange begonnen wird, muss ein für jeden Patienten individueller Behandlungsplan erstellt werden.
Dazu muss eine umfassende Diagnostik - bestehend aus seitlichem Fernröntgen, Modellen und Fotos der Zähne und des Gesichtes - erhoben werden. Nach Auswertung der Unterlagen sollte der Patient in einem ausführlichen Gespräch über die beste Behandlungsalternative, Behandlungsdauer und die anfallenden Kosten aufgeklärt werden.
Eine fixe Zahnspange besteht in der Regel aus folgenden Elementen:
- Bänder
- Brackets (Metall-, Kunststoff-, Keramik-, Lingualbrackets)
- Drahtbögen
- Ligaturen (Draht- oder Gummiligaturen)
- Bewegungselemente (Gummiketten, Gummizüge, Federn, u.s.w.)
Wie wird nun eine fixe Zahnspange eingesetzt?
- Separieren: Um Platz zu schaffen für die Metallbänder müssen die Zähne einige Tage vor dem Einsetzen der Zahnspange separiert werden. Das macht man mit Separierringen, die vor und hinter den Backenzähnen, in den Zahnzwischenraum gesetzt werden und die Zähne auseinander drängen. Dadurch können die Bänder einige Tage später problemlos gesetzt werden. Die entstehende Spannung wird von einigen Patienten als sehr unangenehm empfunden, vergeht jedoch nach einigen Stunden wieder.
- Professionelle Zahnreinigung mit Polierpaste und Bürstchen.
- Anätzen der Zahnoberfläche
- Abspülen und Trocknen
- Setzen der Brackets: die Bracketbasis wird mit Kleber versehen und das Bracket wird auf den Zahn geklebt. Danach wird die Bracketposition mit einer speziellen Messlehre kontrolliert.
- Setzen der Bänder: Zunächst werden Bänder der richtigen Größe ausgesucht und angepasst, die dann mit Zement am Zahn fixiert werden.
- Einsetzen der Drähte
- Setzen der Ligaturen zur Befestigung der Drähte.
Damit ist die festsitzende Apparatur fertig eingesetzt. Nun kann der Draht über die Brackets Druck auf die Zähne ausüben und sie damit in die gewünschte Richtung bewegen.
Das Einsetzen der festsitzenden Zahnspange ist nicht schmerzhaft, dauert jedoch 1,5 bis 2 Stunden. In den ersten Tagen kann es durch die Wirkung des Drahtes zu einem unangenehmen Spannungsgefühl kommen. Meist vergeht dieses nach zirka 3 Tagen. Auch kann es in den ersten Tagen zu wunden Stellen im Bereich der Wangen und Lippen kommen. In diesem Fall können die Kanten der Brackets mit einem speziellen Wachs abgedeckt werden bis der Patient die ungewohnten Brackets nicht mehr als Fremdkörper empfindet.
Im Allgemeinen sollte die Behandlung schmerzarm ablaufen, abgesehen von den ersten Tagen nach dem Einsetzen bzw. nach dem Drahtwechsel. Bei länger andauernden Schmerzen sollte sofort der Arzt verständigt werden.
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