Der Beckenboden
Autorin: Mag. Beatrix Aigner-Köfinger
Aktualisiert am: 30.05.2006
Schwangerschaft und Geburt
Nach einer Schwangerschaft machen sich oft Probleme mit dem Beckenboden bemerkbar, da das Gewicht des Kindes, der Plazenta und der Gebärmutter sowie die Belastungen während der Geburt der Muskulatur stark zusetzen.
Einer der häufigsten Gründe für einen geschwächten Beckenboden ist ein Dammschnitt, aber auch ein Kaiserschnitt durchtrennt radikal die Muskulatur. Schon bald nach der Geburt sollte daher mit gezielten Übungen begonnen werden, aber nicht zu früh. Ein paar Tage nach der Geburt hat sich der Beckenboden von den übermäßigen Dehnungen soweit erholt, dass er sich wieder zurückmeldet. Dann kann mit leichtem Training, an- und entspannen, begonnen werden.
Sexuelle Lust erleben
Bei einer leichten Schwäche im Beckenbodenbereich beobachten Frauen ein weicheres und offeneres Gefühl in der Scheide, das selbst durch Anspannen nicht verschwindet. Das Bild einer "lockeren" Scheide findet seine Entsprechung im "Lost-Penis-Syndrom", das amerikanische Sexualforscher so benannt haben. Durch gezieltes Training lässt sich die Kraft der Beckenbodenmuskeln steigern und das Lustempfinden und die Orgasmusfähigkeit beim Sex erhöhen.
Auch Männer profitieren
Auch Männer haben einen Beckenboden und können von Beckenbodenübungen besonders dann profitieren, wenn sie an Harninkontinenz, Impotenz oder Prostatabeschwerden leiden. Wenn auch Frauen ihren Beckenboden stärker trainieren müssen und ihnen das "Hochziehen" der Muskulatur leichter fällt, gilt für Männer das gleiche Prinzip.
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Der aktive Beckenboden
Beckenboden-Training nach der Methode der Wiener Professorin Anne Seidel.
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