Autorin: Mag. Beatrix Aigner-Köfinger
Aktualisiert am: 04.01.2010
Teil 1: Dorn-Breuss: Sanft und wirksam
Teil 2: Indikationen
Teil 3: Behandlung
Teil 4: Ausbildung
Teil 5: Links
Dorn-Breuss: Sanft und wirksam
Bandscheibenprobleme und andere Rückenleiden sind weit verbreitete Volkskrankheiten. Oft ist eine Fehlstellung der Wirbelsäule an den Beschwerden schuld, die in weiterer Folge auch die Organe betreffen können. Die Dorn-Breuss-Methode ist eine ganzheitliche Methode und bringt auf sanfte Art Heilung. Durch Massieren und Einrichten werden Blockaden im Rücken aufgelöst und verschobene Wirbel wieder in ihre natürliche Position gebracht.
In Zusammenarbeit mit Karin Krieger, Gesellschaft für Alternative Medizin
Die Wirbelsäule ist die zentrale Stütze des Körpers und Schutzhülle für die Nerven des Rückenmarks, die Organe und Körperabläufe steuern und versorgen. Nicht nur Schmerzen im Rücken, sondern auch gestörte Organfunktionen können darauf hindeuten, dass einzelne oder mehrere Wirbel blockiert oder fehlgestellt sind. In diesem Fall sind die Nervenpaare, die über Wirbelkanäle austreten, nicht mehr in der Lage, ihre Steuerungs- und Versorgungsaufgaben zu erfüllen. Die Anweisungen vom Gehirn kommen nicht mehr an der richtigen Stelle an, funktionelle Störungen sind die Folge. Mit der Dorn-Breuss-Methode lassen sich die blockierten Wirbel ausmachen und auf sanfte Art wieder in Position bringen. Dann funktioniert auch der Informationsaustausch wieder.
Zwei Methoden, eine Wirkung
Bei der Wirbelsäulentherapie nach Dorn-Breuss handelt es sich im Grunde um zwei Methoden, die unabhängig voneinander entwickelt wurden. Die Dorn-Methode geht auf den Allgäuer Sägewerksbesitzer und Landwirt Dieter Dorn zurück. Als er vor über dreißig Jahren einen Hexenschuss erlitt, suchte er einen alten, für seine Heilkünste bekannten Bauern auf. Dieser Volksmediziner konnte ihm mit nur ein paar Handgriffen Linderung verschaffen. Fasziniert vom raschen Ergebnis bat Dorn den Mann, ihm die heilenden Griffe zu zeigen. Er begann sich in der Folge genauer mit Aufbau und Rolle der Wirbelsäule zu beschäftigen und begründete die Dorn-Methode, die er bis heute vermittelt und weiterentwickelt.
Unabhängig davon entwickelte der Vorarlberger Heilpraktiker Rudolf Breuss (1899-1990) schon viel früher eine spezielle Form der Wirbelsäulenmassage, die sich besonders für Bandscheibenleiden eignet. Breuss war der Ansicht, dass es sich in den meisten Fällen nicht um beschädigte Bandscheiben, also echte Bandscheibenvorfälle, handelt, sondern vor allem um "gedrückte". Diese können sowohl bei bei fehlgestellten als auch bei korrekt stehenden Wirbeln durch die Last des Körpergewichts entstehen. Durch Anwendung der Breuss-Massage, die eine besonders tiefe Muskelentspannung bewirkt, ist in vielen Fällen eine vollständige Regeneration der Bandscheiben möglich.
Jede der beiden Methoden funktioniert eigenständig. Der Massagetherapeut Harald Fleig, der sowohl bei Dieter Dorn als auch Rudolf Breuss Seminare besucht hatte, sah aber einen großen gesundheitlichen Vorteil darin, die beiden Therapiemethoden zusammenzuführen. Seitdem werden Dorn- und Breuss-Methode gerne kombiniert und für eine Therapieform gehalten.
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