Entwicklungsstörungen

Aktualisiert am: 23.01.2012

Entwicklungsstörungen bei Kindern

Gehen, Sprechen, Denken - der Mensch lernt nie wieder so viel in solch kurzer Zeit wie im ersten Lebensjahr. Zwar entwickeln sich Kinder in den einzelnen Bereichen unterschiedlich schnell, das Schema bleibt jedoch immer gleich. Liegt ein Kind hinsichtlich seiner motorischen, sprachlichen, geistigen oder sozialen Fähigkeiten allerdings deutlich hinter Gleichaltrigen, kann es sich um eine Entwicklungsstörung handeln.

Autorin: Rosi Dorudi

Krankheitsbilder:

1. Sprachentwicklungsstörungen

  • Expressive Sprachstörung: Hierbei handelt es sich um eine Entwicklungsstörung des sprachlichen Ausdrucks. Das Sprachverständnis liegt zwar im Normalbereich, der aktive Wortschatz ist jedoch stark reduziert. Betroffene haben Schwierigkeiten, die passenden Worte zu finden und Sätze grammatikalisch richtig aufzubauen.
  • Rezeptive Sprachstörung: Hier liegt das Sprachverständnis unterhalb des Normbereichs. Betroffene verstehen oft nicht die Bedeutung von Begriffen, auch komplex aufgebaute Sätze können inhaltlich nicht verstanden werden. Der passive Wortschatz ist ebenfalls reduziert.
  • eine Kombination aus beidem

2.   Entwicklungsstörungen mit schulischem Bezug

  • Legasthenie (Lese- und Rechtschreibstörung)
  • Dyskalkulie (Rechenschwäche)
  • Kombinationen dieser Schwächen

3.   Motorische Störungen

Betroffene Kinder erreichen die motorischen "Meilensteine" der Entwicklung nur mit erheblicher Verspätung. So machen manche beispielsweise ihre ersten freien Schritte nicht vor ihrem dritten Lebensjahr. Davon betroffen sein können entweder alle motorischen Leistungen oder nur ein Teilbereich: So kann etwa ein Kind, das Sitzen, Krabbeln oder Gehen beherrscht, Schwierigkeiten mit der Feinmotorik (z. B. Augen-Hand-Koordination) haben. Kindergartenkinder oder Kinder im Grundschulalter mit motorischen Entwicklungsstörungen sind oft ungeschickt und unbeholfen und haben meist Schwierigkeiten beim Anziehen und beim Malen. Zwar vermindern sich die Störungen mit dem Älterwerden, geringe Defizite bleiben jedoch oft bis ins Erwachsenenalter bestehen. Kinder mit einer motorischen Entwicklungsstörung leiden häufig auch unter eine Sprechstörung, da das Sprechen eine besonders anspruchsvolle feinmotorische Leistung darstellt. Selbst im Grundschulalter können sie manche Laute noch nicht richtig bilden.

4.   Intelligenzminderung

Hier liegt eine stagnierende oder unvollständige Entwicklung der geistigen Fähigkeiten vor, wobei vor allem die Fertigkeiten der Kognition, der Sprache, der Anpassungsfähigkeit an alltägliche Aufgaben sowie soziale Funktionen betroffen sind.

5.   Tiefgreifende Entwicklungsstörung

Hierzu zählen vor allem frühkindlicher Autismus, Asperger-Syndrom, atypischer Autismus sowie ähnliche Erkrankungen.

 


Mehr zum Thema:

Kinder-Special

Krankes Kind im Bett

Mein Kind ist krank

Selbst behandeln oder doch besser den Arzt fragen?
zum Thema ...

Quizzen Sie mit!

Teddybär mit Fieberthermometer

Quiz: Kinderkrankheiten

Masern, Mumps, Röteln: Wissen Sie genau Bescheid?
zum Thema ...


maxerl ARTIKEL KOMMENTIEREN
Zu diesem Artikel gibt es 0 Kommentar(e).
striche Neuen Kommentar verfassen

Login







Passwort vergessen?

Noch nicht registriert?

Zur Registrierung

NEWSLETTER


infobutton_gelb_bg Newsletter-Vorschau

Newsletter abbestellen

URLAUBSANGEBOTE

Vatertag bei PuchasPlus

Vatertags-Special im Thermenhotel PuchasPlus in Stegersbach: 2 ÜN mit Frühstück, Thermeneintritt, Freibier und Grammelpoga- tschen für den Papa u.v.m.
um 154 € p. P.

Nix wie hin

Alle Angebote

Schnäppchen
zurück pause vor

Themen-Specials

Vater mit Sohn (c) Fotolia/Monkey Business

Schnellzugriff