Fettleber

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Autorin: Mag. Beatrix Aigner-Köfinger
Aktualisiert am: 02.01.2012
Fettleber: häufige Lebererkrankung
Die Fettleber ist eine der häufigsten Arten von Lebererkrankungen. Betroffen sind nicht nur Erwachsene, sondern auch Kinder. Eine Verfettung der Leber entsteht meist durch Überernährung in Kombination mit Bewegungsmangel oder durch zu hohen Alkoholkonsum. Die Fettleber kann die Vorstufe für schwerwiegende Erkrankungen wie chronische Fettleberentzündung oder Leberzirrhose sein und sollte daher ernst genommen werden.
Die Fettleber wird im Fachjargon Steatosis hepatis oder fatty liver disease (FLD) genannt und betrifft eines der wichtigsten Organe des menschlichen Körpers: die Leber. Als zentrales Speicher- und Stoffwechselorgan bildet, speichert oder verarbeitet sie unter anderem Fett. Ist die Leber mit dem Abbau und Abtransport von Fetten überfordert, kommt es zu vermehrten Fetteinlagerungen (besonders Triglyceride) in den Leberzellen.
Verfettung oder Fettleber
Man spricht von einer Verfettung, wenn mehr als fünf Prozent der Leberzellen betroffen sind. Bei mehr als 50 Prozent liegt eine Fettleber vor. Die Leber wird größer, schwerer und bekommt eine "fettgelbe" Farbe. Die gute Nachricht ist, dass das Leberzellgewebe äußerst regenerationsfähig ist. So kann sich eine reine Fettleber prinzipiell zurückbilden, wenn die Grunderkrankung behoben wird. Schreitet die Erkrankung aber ungehindert voran, kann sie mit Leberzirrhose und Leberfunktionsstörung ein Stadium erreichen, in dem keine Heilung mehr möglich ist.
Alkoholische und nicht-alkoholische Fettleber
Es gibt im Wesentlichen zwei Typen von Fettleber. Da Alkoholmissbrauch über einen längeren Zeitraum die häufigste Ursache für die Entstehung einer Fettleber darstellt, ist der erste Typ die alkoholische Fettleber. Liegt der Grund in falscher Ernährung in Kombination mit Bewegungsmangel oder anderen Ursachen spricht man von nicht-alkoholischer Fettleber. Das Kennzeichen beider Formen ist, dass sie im Frühstadium reversibel (also heilbar) sind, wenn es zu Alkoholabstinenz bzw. zu einer Änderung der Ernährungsgewohnheiten kommt. Entzündet sich nämlich die Fettleber und kommt es zu einer Fettleberentzündung (Steatohepatitis), sterben Leberzellen ab. Zuerst entwickelt sich eine Leberfibrose mit vernarbtem Bindegewebe, die später zu einer Leberzirrhose, bei der das Lebergewebe verhärtet und schrumpft, führen kann.
Ursachen für Fetteinlagerung
Eine Fettleber kann verschiedene Ursachen haben. Übermäßiger Alkoholkonsum und falsche Ernährung stehen ganz oben auf der Liste. Die Mastfettleber, die durch kalorienreiche Ernährung (besonders Kohlenhydrate) entsteht, ist ein zunehmendes Problem, das immer mehr Erwachsene und Kinder, die übergewichtig oder fettsüchtig (adipös) sind, betrifft. In Entwicklungsländern zeigt sich ein ganz anderes Bild. Dort ist die Mangelfettleber bei Kindern anzutreffen, die durch einen Mangel an biologischen hochwertigem Eiweiß in der Ernährung auftritt. Das Risiko einer Fettleber steigt auch in Zusammenhang mit Stoffwechselerkrankungen wie Diabetes mellitus (Typ-2-Diabetes), Insulinresistenz oder anderen hormonellen Erkrankungen stark an. Weitere Gründe sind Vergiftungen durch Chemikalien, Schadstoffe und bestimmte Arzneimittel.
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