Fit im Flieger

Aktualisiert am: 06.07.2009

Thromboserisiko beim Fliegen

Eine Thrombose ist, wenn sich ein Blutpfropfen in den Venen löst und über den Blutkreislauf in die Lunge gelangt, wodurch es zu einer lebensbedrohlichen Durchblutungsstörung kommt. Dauert ein Flug länger als vier bis fünf Stunden, besteht das Risiko einer Thrombose. Durch das lange Sitzen kann das Blut aufgrund der abgeknickten Venen nur langsam zum Herzen gepumpt werden. Zusätzlich wird das Blut durch den Unterdruck in der Kabine dicker. Es kann schneller verklumpen und das Thromboserisiko erhöhen. Um dem vorzubeugen, sollten Sie während des Fluges ab und zu aufstehen, auf den Füßen auf und ab wippen und einige Minuten auf der Stelle treten. Auch der Kreislauf freut sich über ein bisschen Bewegung. Um das Risiko einer Thrombose zu verringern, gilt auch hier, viel Wasser trinken und am besten auf Alkohol verzichten.

Neigen Sie zu Thrombosen, sind Kompressionsstrümpfe ratsam. Sie drücken die Gefäße im Unterschenkel zusammen und bringen das Blut auch im Sitzen schneller zum Fließen, was einen gefährlichen Blutstau verhindert. Lassen Sie sich beim Kauf fachmännisch beraten, da Kompressionsstrümpfe nicht nach der Schuhgröße, sondern nach dem Knöchelumfang gekauft werden müssen.

Entspannt fliegen

Um es sich in den doch recht engen Sitzen bequem zu machen, ist lockere und legere Kleidung vorteilhaft. Nehmen Sie sich auf jeden Fall auch etwas Warmes zum Überziehen mit, da die Klimaanlage oft ziemlich heruntergefahren wird und es dadurch im Flugzeug recht kühl wird. Zwar gibt es an Bord auch Decken, die sind aber recht dünn und wärmen nur begrenzt. Ziehen Sie während des Fluges die Schuhe aus, stattdessen warme Socken an und versuchen Sie, die Füße etwas hochzulagern, eventuell auf Ihrer Reisetasche.

Um unangenehme Blähungen während eines Fluges zu vermeiden, sollten Sie bereits vor dem Flug auf blähende Speisen verzichten und am besten auch kein kohlensäurehaltiges Mineralwasser trinken. Übrigens wird der Organismus bei einem Langstreckenflug am wenigsten belastet, wenn man schläft. Geben Sie daher Ihrem Schlafbedürfnis sofort nach, auch wenn Sie sich lieber einen Film ansehen wollten. Wer zu aufgeregt ist oder sich mit dem Schlafen an Bord generell schwer tut, kann mit einem milden Baldrianpräparat aus der Apotheke Abhilfe schaffen.

In diesem Sinne wünschen wir Ihnen einen guten Flug!


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