Flugangst

Aktualisiert am: 30.05.2006

Was gegen Flugangst hilft

Angst ist eigentlich eine völlig normale und sinnvolle Reaktion. Sie wird erst dann zum Problem, wenn sie in einer Situation auftritt, in der kein Grund dafür besteht. Oder wenn sie uns daran hindert, gewisse Dinge zu tun. Wie eben mit einem Flugzeug auf Urlaub zu fahren.

Was bei Flugangst am schlechtesten ist: das Fliegen zu vermeiden. Je länger man sich vor dem Fliegen drückt, umso besser kann sich die Angst im Körper festsetzen. Besser wäre es, wieder öfter zu fliegen und positive Flugerfahrungen zu sammeln.

Entspannung ist das Um und Auf

Völlig falsch ist es, die nervösen Zustände mit Alkohol vertreiben zu wollen. Alkohol kann die Angstsymptome nämlich oft sogar noch verstärken. Besser sind spezielle Entspannungstechniken wie progressive Muskelrelaxation nach Jacobson oder beruhigende Atemübungen. Auch können die Ängste gezielt durch positive Gedanken gelöst werden. Natürliche Beruhigungsmittel wie Baldrian oder Johanniskraut (bereits einige Wochen vor dem Flug mit der Einnahme beginnend) unterstützen ebenfalls den Angstabbau. Bei wem sich die Flugangst hauptsächlich unter Schwindel und Übelkeit bemerkbar macht, kann Medikamente mit dem Wirkstoff Dimenhydrinat einnehmen.

Flugangstseminare

Viele Fluglinien bieten spezielle Seminare gegen Flugangst an. Im Flugangstseminar der Austrian Airlines beispielsweise hilft Ihnen ein Team aus Spezialisten, Piloten, Psychologen, FlugbegleiterInnen und erfahrenen Trainern, die Ängste in einem dreitägigen Seminar zu bewältigen. Im psychologischen Teil werden Ursachen und Formen der Angst ergründet und in Kleingruppen Atem- und Entspannungsübungen erlernt. Im Informationsteil werden die Funktionsweise von Flugzeugen und die Technik des Fliegens erklärt. Zu guter Letzt schließt das Seminar mit einem Kurzflug ab.


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