Geburt

Expertin: Angela Paulczinsky

Aktualisiert am: 30.05.2006

Die Geburt

Wenn die Wehen einsetzen, kontaktiert die Schwangere ihre Hebamme oder die Geburtsstation im Spital.

Je nach Beschreibung der Wehen wird dann entschieden, ob die Frau in die Klinik kommen oder zu Hause noch abwarten soll.

Kommt es zu einem vorzeitigen Blasensprung, muss die Schwangere so schnell wie möglich ins Krankenhaus gebracht werden, wenn das Baby in Steißlage liegt oder der Kopf immer noch nach oben zeigt. Wie lange die Geburt nach Einsetzen der Wehen dauert, hängt von der Lage des Kindes, der Wehentätigkeit und der Kondition der gebärenden Frau ab. Bei der ersten Geburt kann es bis zu zwanzig Stunden dauern, die folgenden Geburten gehen in der Regel schneller vor sich.

Die Öffnung des Muttermundes

Zu Beginn der Geburt steht die Eröffnungsphase. Jetzt muss sich der Muttermund öffnen. Die Wehen kommen in regelmäßigen, sich verkürzenden Abständen. Zur Überwachung der kindlichen Herztöne wird der Schwangeren ein Gerät, das so genannte CTG (Kardiotokograf = "Herz-Wehen-Schreiber"), um den Bauch geschnallt. Die Hebamme kann somit die Herzfrequenz des Babys und die Stärke der Kontraktionen der Gebärmutter überprüfen. Eine abnorm veränderte Herzfrequenz ist Zeichen für eine Notsituation des Fötus.

Während der Eröffnungswehen rutscht die Fruchtblase immer tiefer in den unteren, erweiterten Teil der Gebärmutter (Zervix). Dort bildet sie die so genannte Vorblase, die von der Hebamme getastet werden kann. Während der Eröffnungsphase kann sich die Frau frei bewegen und eine Stellung suchen, die ihr angenehm ist. Manche Gebärende legen sich zur Entspannung in die Badewanne, manche finden noch Ruhe, ein kurzes Nickerchen zu machen. Die Hebamme wird auf jeden Fall versuchen, die Frau noch ein Mal zum Ausrasten zu überreden, denn es können noch viele anstrengende Stunden bevorstehen. Die Geburtsvorbereitung macht sich jetzt bezahlt. Die richtige Atmung ist jetzt wichtig, um die Schmerzen in den Griff zu bekommen. Da sich bei manchen Frauen der Muttermund nur sehr langsam öffnet, kann alleine dieser Vorgang mehrere Stunden dauern.


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