Generika

© Generikaverband
Aktualisiert am: 08.02.2008
Billige Doppelgänger
Wenn das Patent eines Medikaments nach einer bestimmten Zeit abgelaufen ist, kann dieses kostengünstiger nachgebaut werden. Die Heilwirkung bleibt die gleiche. Der Preis allerdings reduziert sich um bis zu einem Drittel. Kein Wunder, dass Generika die Liebkinder der stark verschuldeten Krankenkassen sind.
Generika entlasten das heimische Gesundheitssystem und werden daher in den letzten Jahren von den verschuldeten Krankenkassen stark propagiert. Weltweit werden Generika bereits in fast allen wichtigen Anwendungsgebieten verordnet. "Ärztliche Praxen machen seit vielen Jahren von dieser gleichwertigen und preiswerten Alternative bei Arzneimitteln Gebrauch. Generika genießen bei Ärzten aufgrund ihrer Wirkung, Verträglichkeit und Arzneimittelsicherheit Ansehen", stellt Ärztekammer-Präsident Dr. Walter Dorner fest.
Teure Forschung entfällt
Grundsätzlich ist die Entwicklung von Medikamenten eine teure Angelegenheit. Daher sind die Präparate über viele Jahre durch ein Patent geschützt. Sobald das Patent abgelaufen ist, dürfen die Medikamente von anderen Pharmaunternehmen nachgebaut werden. Generika sind billiger, weil bei ihnen somit die teure Grundlagenforschung entfällt. Üblicherweise tragen Generika keine phantasievollen Markennamen, sondern schlicht den Wirkstoff-Freinamen plus Firmennamen.
Gleiche Wirkung
Als Fertigarzneimittel müssen Generika - wie alle im Handel befindlichen Medikamente - ein strenges Zulassungsverfahren durchlaufen. Vor allem muss die so genannte Bioäquivalenz bzw. die therapeutische Äquivalenz des Generikums zum Original (also zu jenem Medikament, das als erstes den jeweiligen Wirkstoff enthalten hat) durch klinische Vergleichsstudien nachgewiesen werden. Dadurch wird die therapeutische Austauschbarkeit bei gleicher Wirkung garantiert.
Die in Generika enthaltenen Wirkstoffe sind durch langjährige therapeutische Erfahrung sehr gut bekannt und dokumentiert. Daher kann hinsichtlich Wirkungen, Neben- und Wechselwirkungen auf bereits vorhandene Daten zurückgegriffen werden. Zusätzliche Therapiestudien an Patienten können daher entfallen.
Da also bei Generika die Kosten für Wirkstoffentwicklung bzw. für teure klinische Studien wesentlich geringer sind, können sie viel preisgünstiger angeboten werden. Sie leisten damit einen wichtigen Beitrag zu Einsparungen im Gesundheitswesen. Allerdings ist dies nicht unumstritten.
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