Gräsertablette

Autorin: MMag. Susanne Kapeller

Aktualisiert am: 20.02.2009

Tablette für Allergiker

Die Gräsertablette bringt für Pollenallergiker eine große Erleichterung. Um die Allergie ursächlich behandeln zu können, waren bislang häufige Arztbesuche und Injektionen notwendig. Die Gräsertablette hingegen kann bequem zuhause eingenommen werden und ist nun auch für Kinder zugelassen.

Noch ist Ruhe vor dem Sturm. Im März beginnen jedoch die ersten Bäume zu blühen und für Allergiker stehen wieder "reizvolle" Zeiten an. Bei einer Allergie handelt es sich um eine übersteigerte, krankmachende Reaktion des Körpers auf eigentlich harmlose Stoffe aus der Umwelt. Heuschnupfen, der durch Gräserpollen ausgelöst wird, kommt am häufigsten vor und betrifft auch viele Kinder. Bleiben die Beschwerden (Fließschnupfen, gerötete, juckende Augen, Nießattacken) unerkannt und unbehandelt, können sich weitere Allergien oder chronisches Asthma entwickeln.

Häufig werden bei Allergien nur die Symptome behandelt. Seit vielen Jahren ist die einzige ursächliche Behandlung die spezifische Immuntherapie. Dabei wird drei Jahre lang in regelmäßigen Abständen der Allergieauslöser in verdünnter Form verabreicht, bis sich der Körper schließlich an das Allergen gewöhnt hat und nicht mehr überreagiert. Bei Erwachsenen wird das Allergen in der Regel injiziert, bei Kindern kommen Tropfen zum Einsatz.

Meilenstein in der Allergiebehandlung

Seit Ende 2006 ist in Österreich die spezifische Immuntherapie auch in Tablettenform zugelassen. Bislang jedoch nur für Erwachsene. Seit Jänner 2009 steht die Gräsertablette nun auch für Kinder und Jugendliche ab fünf Jahren zur Verfügung. "Die Gräsertablette ist eine wirksame und gut verträgliche Therapieoption für Kinder und Jugendliche, die direkt am Immunsystem ansetzt und somit auch die Ursachen einer Allergie bekämpft", sagt Dr. Rudolf Schmitzberger, Kinder- und Jugendfacharzt mit Spezialisierung auf pädiatrische Pulmologie und Allergologie.

Die geschmacksneutrale und schnell lösliche Schmelztablette wird einmal täglich unter die Zunge gelegt, wo sie sich innerhalb von Sekunden auflöst und der Wirkstoff – ein hochkonzentrierter Gräserpollenextrakt – von der Mundschleimhaut aufgenommen wird. Die Gräsertablette erleichtert die Therapie sowohl für Kinder als auch für Eltern, da die Behandlung zuhause durchgeführt werden kann. Ein Arztbesuch ist dann nur noch für die Kontrolle und zur Verschreibung einer neuen Therapiepackung nötig.


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maxerl ARTIKEL KOMMENTIEREN
Zu diesem Artikel gibt es 1 Kommentar(e).
striche Neuen Kommentar verfassen
striche
Gräsertablette  von Ichbinich (Gast)
15:36 05.03.2009
Trotzdem weiß ich nicht, was gesünder ist. Jeden Tag eine Tablette zu nehmen oder ein paar Mal im Jahr spritzen gehen. Nebenwirkungen wird es da ja überall geben.
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