Hausstaubmilben-Allergie

Aktualisiert am: 15.10.2010

Allergische Reaktionen

Sie begleitet uns das ganze Jahr, ist lediglich 0,3 mm groß und mit dem freien Auge nicht erkennbar. Sie vermehrt sich primär im Sommer und entwickelt im Herbst, wenn die Heizsaison beginnt und die Wohnräume wärmer werden, eine hohe Lebensaktivität: die Hausstaubmilbe.

Nicht alle Menschen vertragen sich mit ihr, denn immerhin ist die Hausstaubmilbenallergie die zweithäufigste Inhalationsallergie in Österreich. Sie äußert sich durch Nasen-, Augen- oder Bronchialsymptome, die vor allem in der Früh oder am Abend auftreten. Primär hält sich die Hausstaubmilbe in Textilien auf. Die sinnvollste Therapie für Hausstaubmilbenallergiker bleibt die Allergenkarenz, das heißt: Der Patient muss versuchen, den Hausstaubmilben so weit wie möglich auszuweichen bzw. sie zu eliminieren.

Herbst ist Hochsaison für Hausstaubmilbe

Die Hausstaubmilbe ist lediglich 0,3 mm groß. Das eigentliche Allergen ist ihr Kot, auf den zehntausende Österreicher allergisch reagieren und der ihnen vor allem im Herbst zu schaffen macht. Die Nahrung der Hausstaubmilbe sind die Schuppen menschlicher Haut. Die Milbenallergie kann in jedem Alter - vom Kind bis zum 70-jährigen - auftreten, meist beginnt sie im Herbst, zu Beginn der Heizsaison.

Verwechslungsgefahr mit Erkältung

Univ.-Prof. Dr. Doris Lang-Loidolt, Allergieexpertin an der HNO Universitätsklinik Graz, zum Auftreten der Hausstaubmilbenallergie: "Vor allem in der Übergangszeit im Herbst sollte man besonders auf Atemwegssymptome achten. Oft werden diese vom Patienten als Erkältung aufgrund der Temperaturunterschiede wahrgenommen, in Wahrheit sind dies aber bereits in vielen Fällen die ersten Anzeichen einer Hausstaubmilbenallergie." Warum diese vor allem im Herbst auftritt, erklärt die Allergieexpertin so: "Die meisten Menschen verbringen ihren Sommerurlaub in wärmeren Regionen. Wenn sie nach Hause kommen, frieren sie, schalten die Heizung ein, die Hausstaubmilben werden aktiver und kommen heraus."

Symptome der Hausstaubmilbenallergie

Jucken oder brennen die Augen, ist die Nase verstopft, hat man einen vermehrten Nasenfluss und Niesreiz oder juckt der Gaumen, muss man häufig hüsteln und husten, so sind das Anzeichen für eine Inhalationsallergie wie die Hausstaubmilbenallergie. 

Der Weg sollte dann zum Allergieexperten (Allergieinstitut, Allergieambulatorium, Facharzt etc.) führen, der eine genaue Untersuchung und Abklärung durchführt und die Behandlung einleitet. Wichtig ist, alle Therapiestrategien auszunützen, um dem Patienten das Leben zu erleichtern. Denn bei Nicht-Behandlung besteht ein 20- bis 25-prozentiges Risiko, an Asthma bronchiale zu erkranken.


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