Heilkräuter

Autorin: Mag. Beatrix Aigner-Köfinger

Aktualisiert am: 16.08.2010

Kräuter für den Magen

Fenchel: beruhigt den Magen

Fenchel ist das Magenmittel schlechthin. Er hilft bei Verdauungsstörungen aller Art wie Blähungen, Sodbrennen und Völlegefühl – und das schnell. Das liegt am hohen Anetholgehalt, das krampflösend auf den gereizten Magen-Darmtrakt wirkt. Fenchel wird Stillenden und Säuglingen empfohlen, weil er milchbildend und gleichzeitig gegen Blähungen sowie krampflösend wirkt. Weiters kommt er bei Halsschmerzen, Keuchhusten, Heiserkeit und Bronchitis zum Einsatz.

Kümmel fördert die Verdauung

Wer gerne und deftig isst, sollte nicht auf Kümmel verzichten. Dieser ist verdauungsfördernd und appetitanregend. Er hilft bei Verdauungsbeschwerden, Krämpfen und Bauchweh. Kümmel ist daher ein traditionelles Gewürz für schwer verdauliche oder blähungsfördernde Lebensmittel (z.B. Brot, Kohl). Heilende Kräfte entfaltet Kümmel bei Kopf-, Ohren und Zahnschmerzen, wenn er (in einem Leinensäckchen) erwärmt und aufgelegt wird.

Melisse, Mate und Schafgarbe

Wenn der Magen schon aus dem Gleichgewicht ist und in stressreichen Zeiten, hilft Melisse. Sie wirkt nämlich beruhigend auf Magen und Nerven, krampflösend und schlaffördernd. Magenstärkend und appetihemmend ist Mate. Der Tee dieser Pflanze regt die Verdauung und Stoffwechsel an. Schafgarbe auf der anderen Seite ist appetitanregend und beeinflusst Leber und Galle positiv.

Ringelblumen für die Haut

Unsere Haut will gepflegt werden, besonders wenn sie Belastungen ausgesetzt ist. Ringelblumen sind wie gemacht für diesen Fall. Sie wirken wundheilend, antiseptisch und entzündungshemmend – innerlich und äußerlich angewendet. Hauptanwendungsgebiet der Ringelblume ist daher die Hautpflege und Förderung der Wundheilung. Als Salbe, Öl oder Tinkturen können Gelenksentzündungen, rissige Hände, Ekzeme, schlecht heilende Wunden und Muskelprobleme erfolgreich behandelt werden. Als Tee wirken Ringelblumen Magen- und Darmentzündungen, Menstruationsbeschwerden und Allergien entgegen.

Aloe Vera bei Sonnenbrand

Die heilende, zellerneuernde Wirkung auf die Haut wird auch bei der Aloe vera geschätzt. Der Saft der Blätter hilft bei Sonnenbrand, Verbrennungen, Hautabschürfungen und Schnittwunden. Dazu lediglich ein Stück eines Blatts abschneiden und das austretende Gel auf die Wunde tupfen.

Brennesseln: Reinigung von innen

Brennnesseln sind ein bewährtes Hausmittel und gelten als blutreinigend, harntreibend und stoffwechselanregend. Sie regen die Ausscheidung der Harnsäure an. Durch ihre harntreibende Wirkung ist die Brennnessel ein wichtiges Mittel bei Erkrankungen der Harnwege sowie bei Rheuma und Gicht. Brennnesseln sind zudem hilfreich bei Eisen- und Mineralstoffmangel, weshalb besonders Frauen den aus der Pflanze hergestellten Tee trinken sollen. Weitere Einsatzmöglichkeiten sind Schuppen, Asthma, Heuschnupfen und Hautekzeme. Brennnesseltee im Rahmen einer Frühlingskur unterstützt beim Entschlacken.


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