Histamin

Aktualisiert am: 17.03.2011

Genießen trotz Unverträglichkeit

Histaminose, also die Unfähigkeit des menschlichen Körpers, mit der Nahrung aufgenommenes Histamin ausreichend abzubauen, ist eine weit verbreitete und häufig lange unerkannte Erkrankung. Betroffenen helfen zum Einstieg in ein beschwerdefreies Leben meist schon eine mehrwöchige histaminarme Ernährung und eine anschließende Ernährungsumstellung. Wie HIT-Personen ihr Essen trotz Einschränkungen genießen können, zeigt Heide Steigenberger in ihrem Ratgeber "Histamin".

Autorin: Rosi Dorudi 

Ihnen rinnt die Nase nach dem Genuss von Tomaten? Rotwein löst bei Ihnen heftige Kopfschmerzen aus? Ihre Haut juckt, nachdem Sie Schokolade gegessen haben? Dann leiden Sie vermutlich an Histaminintoleranz , kurz HIT ode auch Histaminose genannt. Im Gegensatz zu Gluten-, Laktose- und Fructose-Unverträglichkeiten ist die weit verbreitete Histaminose vielen jedoch noch kaum ein Begriff. Typische Anzeichen dieser Intoleranz sind unter anderem Migräne oder starke Kopfschmerzen, Verdauungsbeschwerden, Herzrasen, niedriger Blutdruck, Gesichtsrötungen und noch viel mehr. Histamin ist nahezu in jedem Nahrungsmittel enthalten. Beim gesunden Menschen wird es durch das Enzym Diaminoxidase (DAO) abgebaut. Setzt der Körper mehr Histamin frei als dezimiert werden kann, kommt es zu einer Histaminintoleranz, die mit allergieartigen Symptomen einhergeht.

Genießen trotz Unverträglichkeiten

Ist die Histaminose einmal diagnostiziert, ist sie relativ einfach zu behandeln. Zur kurzfristigen Symptomunterdrückung eignen sich Antihistaminika. Auf Dauer sinnvoller ist jedoch eine histaminarme Ernährung. Wie so ein Ernährungsplan aussehen kann, beschreibt Dr. Heide Steigenberger in ihrem Ratgeber und Rezeptbuch "Histamin – Genießen trotz Unverträglickeiten". Schritt für Schritt beschreibt sie Formen, Symptome und Verlauf einer Histaminintoleranz. In einfacher und verständlicher Weise erklärt die Autorin, warum manche Nahrungsmittel mehr Histamin enthalten und gibt Tipps wie man diese dennoch genießen kann, ohne danach gleich Beschwerden zu bekommen. Eine Nahrungsaustauschtabelle hilft beim Einkauf für eine HIT-konforme Ernährung. Zusätzlich informieren eine Aufstellung aller Medikamente, die als Nebenwirkung Histaminintoleranz auslösen können, sowie eine Liste der Zusatzstoffe (E-Nummern) in Industrienahrung, die von HIT-Personen unbedingt gemieden werden sollten. Frisch zu kochen ist bei Histaminintoleranz ein absolutes Muss. Mehr als 60 einfache Rezepte zum Nachkochen ermöglichen HIT-Personen ihr Essen trotz Unverträglichkeiten zu genießen.

Über die Autorin
Dr. Heide Steigenberger studierte Betriebswirtschaft und ist seitdem in Schlüsselstellen des Öffentlichen Dienstes tätig. Sie absolvierte berufsbegleitend diverse Lehrveranstaltungen an der Medizinischen Universität Wien und Seminare über Homöopathie, Ernährung u.v.m. Sie ist durch HIT in der Familie seit vielen Jahren mit dem Thema befasst.

Heide Steigenberger
Histamin - Genießen trotz Unverträglichkeiten
Kneipp Verlag 2010
128 Seiten
ISBN: 978-3-7088-0471-2
Preis: 17,95 €


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