Sonnenstich und Hitzekollaps

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Aktualisiert am: 05.07.2010
Sonnenstich
Endlich ist er da, der lang ersehnte Sommer! Doch die sommerliche Hitze hat auch ihre Schattenseiten. Bei zu langer und intensiver Sonneneinstrahlung auf Kopf und Nacken droht eine Irration der Hirnhaut, im Volksmund Sonnenstich genannt. Darüber hinaus können die sommerlichen Extremtemperaturen zu einer Belastungsprobe für den Kreislauf werden.
Autorin: Dr. Elisabeth Freundlinger
Die Sonne ist unser aller Lebenselixier. Kriegen wir nicht genug Sonnenlicht, leiden Körper und Seele: So wird etwa Vitamin D zu einem großen Teil in der Haut unter Einwirkung von UV-Licht gebildet. Fehlendes Sonnenlicht wirkt sich auch negativ auf die Psyche aus: In den schier endlos langen Wintermonaten werden wir immer missmutiger und unzufriedener. Ist sie dann endlich da, die Sonne, können wir gar nicht genug davon kriegen. Doch aufgepasst! Nicht nur unsere Haut reagiert auf ein Zuviel des Guten mit Rötungen und Verbrennungen bis hin zu Dauerschäden.
Sonnenstich
Der Sonnenstich ist eine Folge von langanhaltender Sonneneinstrahlung auf Kopf und Nacken. Sie führt zu einer Irritation der Hirnhaut und löst eine Entzündung aus. Der Sonnenstich macht sich meist erst im Nachhinein so richtig bemerkbar. Gefährdet sind Menschen, die über der Gartenarbeit oder beim Sport ganz darauf vergessen, sich rechtzeitig in den Schatten zu begeben. Besonders tückisch ist der Sonnenstich auch, weil man das "Stechen" oft gar nicht merkt.
Symptome
Wer den Tag im kühlen Pool dahin dümpelt oder sich im Luftzug eines offenen Autoverdecks in Sicherheit wähnt, der irrt. Schon bald werden Symptome wie Kopfschmerzen, Schwindel, Übelkeit bis zum Erbrechen, Nackensteife und Ohrgeräusche auftreten. Kinder und alte Leute, Menschen mit heller Haut beziehungsweise mit geringer Kopfbehaarung sind besonders gefährdet.
Was tun bei einem Sonnenstich?
Bei leichten Beschwerden helfen Bettruhe in einem abgedunkelten, kühlen Raum, viel trinken (Elektrolytgetränke) und Geduld. Wenn Beschwerden wie Kopfschmerzen und Schwindelgefühl am nächsten Tag nicht wesentlich besser sind oder gar Symptome wie Schwindel, Übelkeit bis zum Erbrechen, Nackensteife und Ohrgeräusche auftreten, sollte man schnellstens einen Arzt aufsuchen.
Vorbeugende Maßnahmen:
Vermeiden kann man dem Sonnenstich ganz einfach: indem man die Sonne in den Mittagsstunden, sprich: von 11 bis 15 Uhr - meidet und auch davor und danach immer wieder Pausen im Schatten einlegt. Und sonst:
- Eine Kopfbedeckung, die auch den Nacken schützt, ist bei längerem Aufenthalt im Freien Pflicht; Tipp: Legionärskappen mit Nackenschutz gibt es in allen Sportgeschäften;
- Helle Kleidung tragen;
- Sonnenschirme über Kinderplanschbecken und Sandkisten montieren;
- Sportliche Betätigung in die Morgen- bzw. Abendstunden verlagern;
- Trinken, trinken, trinken (bitte keinen Alkohol!);
- Achtung: auch Schnee, spiegelnde Wasserflächen und weißer Beton reflektiert und verstärkt das Sonnenlicht!
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